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Sportplätze

Heute ist kein Bürgermeister, Stadtrat oder Stadträtin dabei. Einerseits beschleunigt das die Sitzung, gleichzeitig stellt sich jedoch die Frage nach der Bedeutung des Sports für unser Bezirksamt.

Als es um die Genehmigung von Protokollen vergangener Sitzungen geht, wird bemerkt, dass es bei Elfi Jantzen – möge sie bald wieder gesund werden! – mit der Freigabe bzw. Unterschrift der Protokolle immer recht schnell ging.

Sachstand Brahestraße:
Der Leiter des Schul- und Sportamts meldet, dass das Gebäude mit den Umkleideräumen etc. inzwischen komplet saniert ist. Die Decken sind teilsaniert und alle Armaturen in den Duschen neu. Defekte Klodeckel wurden ausgetauscht.
Der neue Kunstrasen wird zum Ende der Sommerferien fertig sein, der alte ist bereits abgeräumt.
Herr Kuntze erkundigt sich nach der Art des Kunstrasens. Es handelt sich um Vollkunststoffrasen, unter dem bereits eine Bewässerungsanlage liegt. Granulatverfüllung erforderte intensive Pflege. Herr Schönfeldt gibt die aktuellen Trainingszeiten und -orte von Hertha 06 bekannt. Die 1. Herren haben eine Ausnahmegenehmigung zur Nutzung des Kunstrasenplatzes für Ligaspiele. Wo wäre das Problem? Damit gibt es doch weltmeisterschaftliche Bedingungen auch für die Oberliga.
Die kaputten Türen sollen einmalig und letztmalig hergerichtet werden, aber nur auf Grundlage einer Nutzungsvereinbarung mit Hertha 06. Ich vermute das bedeutet, dass der Verein für Schäden haften muss.
Ob auch die Weitsprunganlage bis zum Schulbeginn fertig sein wird, ist unsicher. Es fehlt die Fällgenehmigung für einen im Weg stehenden Baum, in dem seltene Vögel brüten sollen.

Sachstand Bolzplatz Anne-Frank-Haus:
Der Herr Amtsleiter hat sich ausschließlich auf den vorherigen Tagesordnungspunkt vorbereitet und kann also nichts sagen. Herr Blaschke schon und er zitiert aus der Vorlage zur Kenntnisnahme des Bezirksamts. Die Planung soll durch Fachleute aus dem Sportbereich erfolgen und dem Lärmschutz Genüge tun. Dieser wird wohl nicht durch Schallschutzwände gewährleistet werden. In Zehlendorf sollen Eltern gegen dergleichen geklagt haben – nicht weil es eine Zumutung ist, Kinder einzumauern, sondern weil sie durch die Wand nicht genug Überwachungs- und Kontrollmöglichkeiten von außen haben.

Antrag DS 1207/4 – „Welche Flächen stehen dem Sport im Bezirk noch zur Verfügung?“
Herr Blaschke empfiehlt eine Änderung im Text, damit Sportvereine nicht grundsätzlich vom Kauf der von ihnen genutzten Sportflächen ausgeschlossen werden. Dass Herr Saßen Mitglied der SPD ist, erkennt man allerspätestens an der Art seiner Redebeiträge. In der Diskussion freue ich mich, dass sich Herr Matern (CDU) deutlich gegen den Verkauf von bezirkseigenen Flächen, ausspricht. Warum sich SPD und Grüne hier gewissermaßen an I-Punkten stören, verstehe ich nicht wirklich. Es wird beantragt, satzweise abzustimmen. Hirsche auf der Lichtung …….
[Mir fällt gerade eine Kleine Anfrage ein. Mehr als Stichpunkte kann ich nebenbei aber nicht notieren. Fertigtexten muss ich dann halt irgendwann später.]
Nachdem mehrere Textänderungsvorschläge weiter mehr oder weniger nur noch gefordert wird, dass eine Liste der Sportflächen erstellt wird – von einer Sperre ist nicht mehr die Rede – stimmen alle dem ersten Satz zu, während sich die Grünen beim zweiten enthalten.

Mitteilungen und Fragen:
* Auf dem Hubertussportplatz haben die Baumaßnahmen begonnen.
* Die Veranstaltenden der European Maccabi Games freuen sich über viel Publikum. Gerüchte, dass das anders wäre, haben sich als Unfug erwiesen. Bitte den Personalausweis nicht vergessen, falls es zu Stichpunktkontrollen kommt.
* Der 21. Bärchen-Cup im Hockey findet am 12./13.09. auf der Wally-Wittmann-Sportanlage statt.

Verschiedenes:
* Bei der nächsten Sitzung am 09.09. steht das Thema Haushaltsplan auf der Tagesordnung. Herr Naumann kann zu diesem Termin nicht. Da allerdings die Fachleute ohnehin die Kollegen vom Sportamt sind und viele Ausschussmitglieder an anderen Tagen keine Zeit finden ….
* Eröffnung des Ferienschwimmens im Freibad Jungfernheide: 16.07., 10 Uhr (leider zeitgleich mit einer Veranstaltung zu 117 Jahren jüdischer Sport in Berlin, zu der wir ein Blatt Papier erhalten)

Die Broschüre „Gesundheitssport“ wird verteilt und die Sitzung geschlossen. Damit sind wir etwas früher als 19 Uhr fertig und diejenigen von uns, die noch zur Einbürgerungsfeier gehen, haben eine kurze Pause 🙂

Sportausschuss mit Bürgermeister

Weil ich noch die Blumen für die Magnus-Hirschfeld-Ehrung morgen abholen musste, bin ich etwas zu spät. Holger sagt mir, dass in der Zwischenzeit der Antrag „Welche Flächen stehen für den Sport noch zur Verfügung“ (DS 1207/4) vertagt wurde. Die gute Nachricht ist aber, dass unser Antrag zur Barrierefreiheit in den Schwimmbädern (DS 1224/4) angenommen worden ist. Ich freue mich und hoffe, dass die etwas scharf formulierten Forderungen diesmal, also im vierten Anlauf, zum Ziel führen.

In der Diskussion zum Antrag „Sommerbad Wilmersdorf zum freizeitorientierten Bad umbauen“ (DS 1200/4) geht es auch um Statik, Trümmerschutthaufen (Zitat: „halb Wilmersdorf steht auf Schutt“) und Stahlbecken und ich merke, dass ich an der Stelle eine Wissenslücke habe.
Herr Naumann sagt dazu, dass er sich freut, heute Elfi Jantzen vertreten zu dürfen und erzählt von den SIWA-Mitteln. Ob es einmal SIWA II geben wird, steht in den Sternen. Er meint – dann doch im Zusammenhang mit dem Antrag -, wir müssten erst mit den Bäderbetrieben reden. Er weiß halt nicht, dass Herr Peukert schon letztlich im Ausschuss war.
Anscheinend gibt es auch unterschiedliche Ansichten darüber, ob ein Antrag zur Herrichtung des Sommerbades Wilmersdorf möglicherweise ein anderes Bad behindern würde. Dafür hätte die SPD gerne einen Einschub im Text a la „oder möge einen anderen Standort fördern“. Laut CDU gibt es da keine Konkurrenz.
Schließlich wird der Antrag doch noch einstimmig angenommen, obwohl Herr Wittke beim Handheben etwas grummelt. Warum enthält er sich dann eigentlich nicht wenigstens?

Sachstand Brahestraße:
Herr Schönfeld berichtet. Diverse Stellen wurden repariert. Jugend- und andere Teams, außer den 1. Herren können wieder auf dem Platz spielen. Eina alte Hockeymarkierung ist vorhanden, nach der sich jetzt gerichtet wird, wodurch die Stellen mit den herauskommenden Wurzeln außerhalb des Spielfelds liegen. Der Platz ist dadurch zwar ein bisschen schmaler, aber für unterklassige Mannschaften noch zulässig. Der zuletzt immer noch desolate Sanitärbereich ist bis auf eine ungestrichene Wand fertiggestellt. Herausschauende Nägel im Boden sollten eigentlich zur Arretierung der Bänke dienen. Wenn die dann jemand herausreißt, können die Baumaßnahmen nichts dafür. Baubeginn für die Sanierung ist der 01.07.15.
Herr Kuntze lobt Hertha 06, stänkert über TeBe und wünscht Hertha 06 den Aufstieg. Nun ja, wünschen darf er sich, wie alle anderen Leute auch, was er möchte.
Es wird noch hin- und herdiskutiert, wer für geschehenen Vandalismus verantwortlich war. Wie auch immer, ist der Verein vor Ort auf jeden Fall zuständig, solche Dinge zu melden, damit ggf. Täter_innen ermittelt und zur Kasse gebeten werden können.

Am Hubertussportplatz hat die Submission stattgefunden und der Baubeginn ist in Sicht.

Die Julius-Hirsch-Sportanlage, wo TuS Makkabi den Schlüsselvertrag hat, wird laut Beobachtungen angeblich an Samstagen nicht genutzt. Der offizielle Belegungsplan des Sportamts spricht dagegen. Wer da Fragen o. ä. hat, kann jederzeit bei der Vergabestelle des Sportamts fragen. Herr Naumann nutzt die Gelegenheit zu einem Vortrag über die Shoah, den jüdischen Sport etc.

[Herr Schönfeld ist heute besonders diplomatisch und formuliert politzerpreisverdächtig.]

Herr Kuntze bittet darum, Sportplatzbelegungslisten auch auf den Freitag und Feiertage auszuweiten.

Thema Sportbaude:
Herr Blaschke hat für die Fraktionen und Frau Cieschinger (!) 🙂 – Ich weiß doch, warum ich den Sportausschuss mag – den wenig erfreulichen E-Mailverkehr der Kontrahent_innen (Vorstand des 1. FC Wilmersdorf und Wirtin) mitgebracht.

Das Bezirksamt wird am kommenden Dienstag den Eckwertebeschluss zum Haushalt fassen.
Wir erfahren, dass es zusätzliches Personal im Baubereich geben wird, aber kein Geld etwas zu bauen. Bitte? Ich glaube allerdings, ich hätte da eine Idee.
Für den Sport relevant ist die Information, dass der Neubau der Schulsporthalle Eisenzahnstraße genehmigt wurde. Ansonsten wird es wieder einmal etwas schwierig, Herrn Naumann zu folgen und ich verliere irgendwann den Faden.
Schließlich fordert unser Bürgermeister, dass das Sportanlagensanierungsprogramm erhöht werden müsste. Da hat er allerdings recht!

Berichte und Fragen:
* Für die Ehrenamtsmittel des Bezirks haben sechs Sportvereine Anträge gestellt.
* Der Bürgerdeputierte der SPD hat beim Frühlingsfest auf der Preußenallee Herrn Statzkowski (Sportstaatssekretär) getroffen. Dieser soll 10 Millionen Euro überwiesen haben. Niemand wüsste, wann, wie und wofür. Es herrscht allgemeine Ratlosigkeit.
* Die Gretel-Bergmann-Sporthalle wird wohl nach Pfingsten wieder nutzbar sein.
* Ich mache doch noch den Vorschlag, dass mindestens eine der genannten Stellen im Baubereich doch als sowieso dringend benötigte Ansprechperson für Barrierefreiheit bei Bauvorhaben eingeplant werden könnte.

Neue Frauen im Ausschuss

Nachdem sich das Bewerbungsverfahren um die Stelle fast ein dreiviertel Jahr hingezogen hatte, gibt es mit Carolina Böhm endlich wieder eine bezirkliche Gleichstellungsbeauftragte. Nun kann sie nicht gleichzeitig Vorsitzende des Ausschusses für Gender-Mainstreaming sein und in der Folge wird Frau Pinkvoss-Müller einstimmig zu ihrer Nachfolgerin gewählt. Ich durfte auch an der Stelle wieder nicht …..

Carolina Böhm, die ohnehin alle im Raum kennen, stellt sich also vor und auch ihre Ideen und Pläne, beispielsweise fürs UCW, zu Netzwerken, Berichte betreffend usw..
Als Begrüßungsangebot gibt es übrigens die vier bisher erschienenen Broschüren über Straßennamensgeberinnen im Bezirk aktuell zum Sonderpreis von 10 Euro.
Außerdem wurde der Internetauftritt der Gleichstellungsbeauftragten bereits überarbeitet und sieht doch ganz ordentlich aus.

Herr Naumann hält eine ausführliche Rede zum Bewerbungsverfahren, lobt den Bezirk für sein LGBT-Engagement, über alleinerziehende Väter und das, was es weiterhin geben soll. Weiterhin fordert er dazu auf, Anregungen zu geben und wünscht sich, dass der Ausschuss auch wieder Auswärtstermine plant. Bei Dingen, die nicht geschehen sind, verweist er auf die Vakanz und irgendwie hört es sich fast so an, als wäre Frau Rabe vorsätzlich in Rente gegangen.

Frau Halten-Bartels würde es schön finden, wenn die Gleichstellungsbeauftragte öffentlich bekannter würde. Außerdem freut sie sich, wenn der Ausschuss mehr ein Gender-Ausschuss würde als sich hauptsächlich auf Frauenthemen zu konzentrieren.
Herr Prejawa lobt dagegen die Arbeit von Frau Rabe.
Frau Pinkvoss-Müller meint, auch bei ihr würden „die Männer im Mittelpunkt stehen“. Göttin! Ich gehe davon aus, dass sie das nicht wörtlich gemeint hat.

Auf der Tagesordnung steht ein Antrag, den ich innerlich schon als erledigt betrachtet habe: DS 0939/4 – „FUSSBALL ROUTE Charlottenburg-Wilmersdorf über und für alle Geschlechter“ vom April 2014.
Da hatte sich ja in der Zwischenzeit herausgestellt, dass die ursprünglichen Vermutungen gewissermaßen ein Missverständnis bzw. eine Fehlkommunikation waren. Ich berichte von den Entwicklungen, die das Projekt zwischenzeitlich genommen hatte und dass ich mich auf die Eröffnung des Abschnitts in unserem Bezirk am 29.05. freue und für das ablehnende Verhalten der BVV Mitte wenig Verständnis habe. Der Antrag könnte also zurückgezogen werden. Nach mittlerer Diskussion kommt, insbesondere auf Vorschlag von Frau Timper, eine geänderte Fassung zustande, für die ich noch eine Kurzbegründung schreiben soll. Alle Parteien treten bei und im nächsten Sportausschuss soll dann der endgültige Beschluss gefasst werden. Die neue Variante lautet:
„Das Bezirksamt möge sich beim BFV dafür einsetzen, dass die FUSSBALL ROUTE BERLIN, deren Route 3 größtenteils durch unseren Bezirk führt, mit ihren Texten und ihren weiteren Themen imm Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird.“

Merle von Wittich weist in Zusammenhang damit, warum es wirklich wichtig ist, in so einer Ausstellung auch den Frauenfußball ausreichend zu berücksichtigen, auf das Champions League Finale am 14.05. im Jahn-Sportpark (Eintritt 10 Euro) hin. Das sagt doch ein bisschen etwas über die „Wertigkeit“ des Frauenfussballs bei offizieller Stelle aus.
Herr Fenske berichtet dagegen, wie es dazu kam, dass der Jahnsportpark gewählt wurde. Da haben anscheinend die Verantwortlichen für die Bewerbung ein wenig Murks gemacht.

Mitteilungen und Fragen:
* Über LSK-Mittel wird das Medien- und Dialogprojekt muslimischer und jüdischer Frauen, das letzte Woche im Lily-Braun-Saal vorgestellt wurde, gefördert. Schön, aber warum wussten wir nichts von der Veranstaltung? Auf den Seiten von aviva sollen die Dialoge abrufbar sein.
* Morgen feiert der Frauenladen abw 30. Geburtstag. Herr Naumann wird mit Frau Böhm um 11:30 Uhr hingehen.
* Wie jedes Jahr finder am 14.05. das Gedenken an Magnus Hirschfeld an der Stele in der Otto-Suhr-Allee statt. Danach soll diesmal ein Regenbogenkuchen-Anschnitt mit dem MANEO erfolgen.
* Am 18.06. wird um 12:30 Uhr vor dem Rathaus die Regenbogenfahne anlässlich des CSDs gehisst.
* Heute gab es ein Gespräch zwischen Herrn Naumann, der Leiterin der Niederlassung Zentrum Berlin der Post AG und der für Politik zuständigen Kollegin der Post AG zum Thema Frauen im Beruf. Der Bürgermeister meint, es wäre interessant gewesen.
* Herr Naumann regt an, das Thema „Frauen in der Wirtschaft / Frauen und Wirtschaft“ im Ausschuss zu behandeln.

Verschiedenes:
* Frau Halten-Bartels fragt, ob auch dieses Jahr „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ weitergeführt wird und wünschte sich, in der Folge die Erfahrungen auszuwerten bzw. sich darüber auszutauschen. Frau Böhm möchte in jedem Fall Aktionen zum 25.11. durchführen. Ob in der gewohnten oder einer anderen Form, ist noch nicht sicher. Darüber sollten wir gelegentlich sprechen.
* Frau Timper möchte den 10. Bericht der Gleichstellungsbeauftragten unter dem Aspekt Frauen und Kultur im Ausschuss nochmal aufrufen, weil sie dazu noch Fragen hat. Merle schlägt vor, dass sich zur nächsten Ausschusssitzung alle überlegen, welche Themen sie ebenfalls gerne besprochen hätten.
* Frau Pinkvoss-Müller würde gerne in den kommenden Monaten die Orga-Leute des Equal-Pay-Day einladen, auch „Zukunft im Zentrum“ (Beratung von Frauen zu Minijobs u. a.), etwas zum Thema „Beruf und Karriere für Männer in Führungspositionen“ machen, und mehr.

Sportausschuss mit Herrn Engelmann

Elfi Jantzen, die leider wohl noch länger krank ist, wird von Herrn Engelmann vertreten.

Herr Sassen stellt den Antrag „Sportentwicklungsplan vorantreiben“ (DS 1144/4) vor. Das Thema ist so etwas wie ein Dauerbrenner und es gab schon diverse Zeitpläne, deren Papier überaus geduldig war und ist. Herr Engelmann weist auf die geringen personellen und finanziellen Möglichkeiten hin – nichts wirklich Neues. Er erzählt ausführlich, was der Bezirk ohnehin schon leistet und versucht sehr höflich, den Antrag als zu weitgehend darzustellen. Schwierig ist an der Stelle, dass zum einen manche anderen Bezirke durchaus einen solchen Entwicklungsplan haben und zweitens, dass uns der Plan über längere Zeit quasi versprochen wurde.
In der Diskussion geht es noch um eine kleine – nicht weltbewegende – Textänderung zur Beteiligung der BVV und anderer, wozu die SPD extra eine Sitzungsunterbrechung zur Beratung benötigt.
Dem Antrag wird schließlich in seiner ursprünglichen Form zugestimmt.

Antrag 1136/4 –Sporttreiben auch für Flüchtlinge
Hier geht es darum, dass Vereine und Organisationen, die sich um Geflüchtete kümmern, dafür auch Hallenzeiten bekommen. Damit es konsensfähiger wird, möchte Herr Fenske das Wort SPAN streichen. Damit beginnt die Diskussion erst recht, vor allem darum, wie die Verwaltung hier verfährt und was ihre Möglichkeiten und Grenzen sind. Ist also der Antrag durch Verwaltungshandeln erledigt? Wenn freie Zeiten vorhanden sind, werden sie auf Antrag an interessierte Organisationen vergeben. Das hat Herr Engelmann fürs Protokoll zur Kenntnis gegeben und die CDU zieht den Antrag zurück.

* Herr Engelmann hat ansonsten nichts zu berichten.
* Herr Fenske erzählt kurz von der Mitgliederversammlung des Bezirkssportbundes, wo Holger und ich auch dabei waren. Anträge auf FEIN-Mittel, die bis zum 17.04. eingehen, sollten auch im Sportausschuss besprochen werden, zumindest hätten wir davon gerne Kenntnis. Am Ende entscheidet jeweils das Bezirksamt, dem der Ausschuss aber raten könnte. Bis dato sind zwei, den Sport betreffende, Anträge eingegangen.
* Der Rasenplatz in der Sömmeringstraße ist bis 17.04. infolge von Krähenvandalismus gesperrt. Neuer Rasen – von einer externen Firma gelegt – wächst gerade an.
* Sachstand Ferienschwimmen:
Zum n-ten Mal wird gesagt, dass es das seit 47 Jahren gibt, wie nützlich und hilfreich es ist ….. Bis Ende Mai müsste das nötige Geld vorhanden sein. Dafür stehen die Chancen nicht schlecht, da letztlich zwei Monate kein Schulschwimmen stattfand und also gespartes Geld vorhanden sein müsste.

Fragen:
* Wie sind die Erfahrungen mit dem Inlinesport in der Eissporthalle? Inzwischen beginnt das dritte Jahr. Trainingspläne stehen fest und Interesse besteht. Mit noch höheren Besuchendenzahlen wird gerechnet. Ein Problem besteht mit der Versiegelung der Lauffläche. Diese hat andere Eigenschaften als Straßenbelag, was sich aber nicht auf die Schnelle ändern lässt, da die Fläche zu anderen Zeiten für Eis genutzt wird. Mit den Jahren wird die Versiegelung vermutlich von alleine abgenutzt.
* Bis 30.04. ist die Gretel-Bergmann-Sporthalle vom LaGeSo beschlagnahmt. Voraussichtlich kann ab Mitte Mai dort wieder Sport getrieben werden. Es gibt allerdings Gerüchte, die eher von Ende Mai sprechen.
* Es gibt therapeutische Bäder in Sonderschulen. Was geschieht bei Schließung der Schulen? Die Frage müsste bei anderer Gelegenheit beantwortet werden.

Verschiedenes:
Anregung: Ausschusssitzung gelegentlich am Olympiastadion durchzuführen.

Schwimmbäder

Wie schade, dass die diesjährige Senioren-Bezirksversammlung ausgerechnet heute ab 16 Uhr stattfindet. Mehr als eine Viertelstunde konnte ich da nicht vorbeischauen und das reichte gerade für die Begrüßungsansprachen. Ab 16:15 Uhr hieß es allerdings Ältestenrat und danach Sportausschuss.

Herr Fenske kommt später, also leitet erst einmal Herr Sassen die Sitzung.
Es beginnt mit einem Vortrag des Leiters der Berliner Bäder-Betriebe. Er ist seit 8 Monaten in Berlin. Seine Vorgänger sind ihm durch Krankheit und Rente abhanden gekommen, so dass eine Wissensweitergabe nicht wirklich erfolgen konnte. Für die Zukunft sind jedoch fünf Regionalleiter vorgesehen, von denen drei am Montag angefangen haben.
In Berlin gibt es 60 Bäder. Davon wurden 6 Bäder zu „Sternebädern“ erklärt, die Priorität bei Verbesserungsmaßnahmen haben. Eines davon ist die alte Halle des Krumme-Bads. Dort soll zum Beispiel das Personal besser auf Kundenorientierung geschult werden. Dabei geht es in der Hauptsache um die Verbesserung des Images der Bäder-Betriebe.

Bei diesen arbeiten 650 Angestellte. Das reicht überhaupt nicht. Alleine für einen Betrieb der Freibäder müssten mehr Leute eingestellt werden und dazu die Öffnungszeiten der Hallen verkürzt werden, sagt Herr Peukert.

Vom Senat soll es Geld für zwei neue Bäder geben und die Zuschüsse an die Bäderbetriebe sollen erhöht werden. Nach Jahren des Sparens – inzwischen besteht ein Investitionsstau von ca. 14 Millionen Euro – sind die Berliner Bäder in beklagenswertem Zustand. Als Nichtberliner war Herr Peukert im ersten Moment über den baulichen Zustand der Bäder geradezu erschreckt und auch über die Freundlichkeit vieler der dort Arbeitenden.

Zur Frage der Schließung des Krummebads im Winter erfahren wir, dass im Dezember technische Probleme bei der Filteranlage auftraten. Als diese behoben waren, zeigte sich bei der obligaten Überprüfung durch das Gesundheitsamt eine erhöhte Zahl an Legionellen, was in alten Bädern nicht selten vorkommt. Zur Beseitigung wird das Wasser erhitzt – überprüft – erhitzt – ….. bis die Wasserqualität wieder stimmt. Bis zur endgültigen Sanierung wurden provisorisch Filter eingebaut, die alle 2 bis 3 Tage ausgetauscht werden müssen, was rund 20.000 Euro kostet.
Die betroffenen Vereine wurden, soweit gültige E-Mail-Adressen und Telefonnummern bekannt waren, informiert und Ausweichmöglichkeiten angeboten. Leider klappte das nicht in jedem Fall.

Nun zum Berliner Bäderkonzept:
bislang war der Begriff „Neubau“ in Berlin gleichsam tabu und Sanierung die einzige denkbare Maßnahme. Nicht immer erfolgte aus Ersparnisgründen eine notwendige Komplettsanierung.
Geplant war jetzt, dass vier neue Bäder gebaut werden und danach 14 andere, marode, schließen. Hier entschied der Senat jedoch anders und nun gibt es Geld (60 Mio.) für neue, so genannte multifunktionalen Bäder in Pankow und Mariendorf. Allerdings kommt der Wirtschaftsplan ins Scheudern, da keine alten Bäder geschlossen werden sollen.
Bei den Freibädern werden das Strandbad Wannsee, das Prinzenbad und das Olympiabad bevorzugt. Hier im Bezirk ist nicht nur das Sommerbad Wilmersdorf in der Forckenbeckstraße in völlig desolatem Zustand. Bei 5 Millionen Euro Investitionsmittel für alle Bäder im Jahr können nur Notmaßnahmen getroffen werden.

Es wird nach der fehlenden Barrierefreihalt im alten Krummebad gefragt. Herr Peukert meint „sehr gerne“, aber es ist eine Frage des Geldes. In Charlottenburg-Wilmersdorf gibt es übrigens bislang kein einziges barrierefreies Bad. Könnte da der Bezirk nicht eventuell beim Senat Druck machen, dass die Bäder-Betriebe entsprechend unterstützt werden, dass in einem Bezirk der Barrierefreiheit als eines der Aktionsfelder im Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention hervorhebt, diese auch für Schwimmbäder beachtet würde?
Die ehemals beliebte Sauna im Krummebad wird wohl bis auf weiteres nicht wieder eröffnet. Das gesamte Rohrleitungsnetz in der Halle muss erneuert werden, wofür kein Geld da ist.
Pläne für eine (Teil-)Privatisierung einzelner Bäder bestehen nicht. Vorstellbar wäre ein Betrieb durch Vereine. Bei den geforderten Bedingungen dürfte kein Verein im Stande sein, diese zu erfüllen. Bei der Gelegenheit lernen wir nebenbei, dass es ein Bäderanstaltsgesetz gibt.
Für eventuelle olympische Spiele soll auf dem Gelände des Flughafens Tegel, wenn denn der Hauptstadtflughafen BER eröffnet worden ist, ein weiteres Multifunktionsbad entstehen. [Anmerkung: Das dürfte dann eine Woche vor St. Nimmerlein sein.]

Zu den Anträgen:
1. „Kein Zwang zu erhöhten Preisen im Schwimmbad
Dazu erzählt Herr Peukert von einer Befragung der Bevölkerung. Viele sagten, das Wasser in Bädern wäre zu kalt. Gerade das altes Krummebad hatte vorher schon eine Wassertemperatur von 28°C. Jetzt sind es 31°C und es soll dafür spezielle Warmwasserkurse geben. Für Sportschwimmen ist die Temperatur unmöglich.
Es hätte übrigens eine Sinusstudie vor der Entscheidung gegeben. Dazu erhalten wir ein kleines Heftchen, in dem die Grafik im sparsamen Mass 10*8 cm abgebildet ist.
Übrigens hätte sich seit Einführung des wärmeren Wassers und der folglich höheren Eintrittspreise die Besucherstruktur geändert. Aha! Deshalb haben wir ja den Antrag gestellt.

2. Antrag „Ein Bad für Chlorallergiker
Herr Peukert berichtet, dass es Bäder mit Ozonanlagen gibt, welche aber auch nicht vollständig chlorfrei sind. Das Wasser enthält dort 0,2% statt sonst 0,6% Chlor. Die Desinfektion erfolgt in Extrabecken und ist wohl sehr teuer. Herr Peukert zeigt wenig Verständnis für unser Anliegen und bringt das Zitat des Tages: „Die Leute können ja in den Wannsee ausweichen.“ Holger zeigt sich angesichts dieser Aussage sehr ungehalten (für seine Verhältnisse) und mir fällt gleich gar nichts mehr ein bei so viel Überheblichkeit.

Abstimmungen:
zu 1: 1 „Nein“, 2 Enthaltungen, Rest „ja“. Elfi Jantzen verspricht, das entsprechende Schreiben zu verfassen, auch wenn sie sich selbst wenig Hoffnung auf Erfolg macht. Wer es allerdings gar nicht erst versucht, ….. Weiterhin wird allgemein der Dringlichkeit zugestimmt.
zu 2: vertagt zur „Diskussion in der Fraktion“. Nicht nur die großen Fraktionen können das …..

3. Antrag zur „Sicherung des Ferienschwimmens„:
alle Jahre wieder …. Herr Geerts ist da und hält seinen üblichen Vortrag, diesmal in Kurzfassung. Frau Jantzen hält ihre ebenso regelmäßige „Gegenrede“. Sie hatte dieses Jahr den Eindruck gehabt, das Ferienschwimmen 2015 wäre schon finanziell abgesichert. Im Haushalt gibt es jedenfalls kein Geld für die Sache. Sportamt, Schulamt, usw. sind personell derart „an der Oberkante“, dass sich die Stadträtin absolut außer Stande sieht, Sponsoren zu acquirieren. Sie scheint leicht beleidigt.
Hier haben wir ein Thema für die nächsten Haushaltsverhandlungen, auf dass sich dann ein Posten für diese gute und nützliche Einrichtung im Etat findet. Der Antrag wird einstimmig angenommen.

Die Zeit ist schon überzogen. Daher folgen fast im Zeitraffer die Meldungen des Bezirksamts:
* Irgendwas zu Sondermitteln des Senats im Zusammenhang mit Schulsport- und/oder Sportanlagensanierung -> viel zu schnell, dass ich folgen könnte. Die Sache gibt es aber mit Sicherheit noch einmal schriftlich.
* Der Sportplatz Sömmeringstraße wurde durch Krähen völlig verwüstet. Hertha 06 muss erneut ausweichen und soll Möglichkeiten dazu erhalten.
* Der Platz Brahestraße ist für Trainingsspiele freigegeben.
* Die Beschlagnahme der Gretel-Bergmann-Sporthalle soll endgültig – diesmal ganz bestimmt …. naja – nur noch bis zum 14.04. bestehen. [Anmerkung: Für die Menschen, die dort hausen müssen, insbesondere die Kranken, Schwangeren, Kinder und überhaupt alle, ist jede Minute eigentlich zu lang.]

So, und nun eiligst zur Mitgliederversammlung des Bezirksverbands der Partei.

Berichte, teilweise vorhanden

Unser Antrag 1072/4 wird nachträglich in die Tagesordnung mitauf- und einstimmig angenommen, auch die Dringlichkeit.

Frau Jantzen konnte an der letzten Sportstadträt_innensitzung nicht teilnehmen. Sie verliest den Bericht von Herr Schönfeldt, der dort war. Anscheinend wurde für die Olympiabewerbung geworben. Die Bezirke sollen Wunschkandidaten als Austragungs-/Trainingsstätten benennen. [Übrigens lag in der Umlaufmappe einiges an Propagandamaterial.]
Zum Sportanlagensanierungsprogramm wurde wohl Diverses berichtet, das im Detail noch verschickt wird. Es gibt jedenfalls einen viele Millionen schweren Sanierungsrückstau, auch bei uns. In der Rechnung sind noch nicht einmal die notwendigen Anpassungen an Barrierefreiheit berücksichtigt.
In einer Halle im Bezirk Mitte sind Flüchtlinge untergebracht und sie soll umgewidmet werden. Das könnte auch in anderen Bezirken drohen.
Auch im Nachhinein zu unserem Antrag (s. o.) vermutet Herr Fenske, dass es für das Bezirksamt erheblich leichter sein dürfte, die Sportstätten zu nennen, die barrierefrei sind. Hier weist Herr Blaschke darauf hin, dass das gerne genommene Wort „behindertenfreundlich“ überhaupt nicht gleich „behindertengerecht“ ist. Wir erinnern uns gemeinsam an die extrem schwergängigen Türen der Eissporthalle, welche nachgearbeitet werden mussten …..
Die Bäderbetriebe haben übrigens zwei neue Schwimmhallen in Betrieb genommen – und bei der Planung vergessen, dass dafür auch Personal benötigt werden könnte.

Dass das ehemalige Haus des Sports in diesem Winter der Kältehilfe zur Verfügung gestellt wird, ist jetzt keine ganz neue Mitteilung.

Aufgrund mangelnden Personals im Bereich Sportförderung kann Frau Jantzen den längst fälligen Sportentwicklungsplan nicht vorstellen. Der Zeitplan für 2014 soll 1 : 1 auf 2015 übertragen werden, auf dass wir in einem Jahr dann Informationen bekommen. Im Ausschuss herrscht verzweifeltes bis eisiges Schweigen.

Zu geplanten Schulsport- und Sportanlagensanierungen 2015 wird stapelweise Papier herumgereicht.

Zur Sportler_innenehrung vom letzten Freitag werden diverse Wünsche und Anregungen für nächstes Jahr geäußert.

Der Förderpreis „Frauen und Mädchen im Sport“ wird am 19.12. im Minna-Cauer-Saal verliehen. Ist der nicht doch etwas sehr klein?

Es wird bedauert, dass der Bezirk den Champions ohne Grenzen Ladies keine Hallenzeiten zur Verfügung stellen kann. Dass finde ich schade und richte die Bitte nochmal in die Runde, ob nicht einer der Sportvereine …..

Am Schluss gibt es die besten Wünsche zum Jahresende von Frau Jantzen und ihrer Verwaltung – und kleine Schokolade-Nikoläuse 🙂

Marode Sportanlagen, Schwimmen usw.

Alle Jahre wieder: der detaillierte Bericht vom Ferienschwimmen durch den Organisator und die Bitte um künftige Unterstützung. Herr Gerts lobt sich, die Schwimmabteilung des BSV und Sponsoren. Auch in den Herbstferien gab es diesmal einen Kurs im Krummebad. Die Morgenpost und der Bundeswehrreservistenverein haben auch für nächstes Jahr gespendet.

Zur Meister_innenfeier 2014 berichtet Herr Blaschke, dass diesmal (5.12., 18 Uhr im Festsaal) der Bezirkssportbund versucht, mit wenig bis kaum Geld Blumenschmuck und so etwas wie einen Imbiss zu organisieren. Es soll mindestens etwas feierlicher werden als im letzten Jahr. Der SCC möchte „tatkräftig mithelfen“.

Herr Sandow, der Präsident des dortigen Sportclubs Hertha 06 berichtet zum Sportplatz Brahestraße, dass kurz vor den Ferien die Sanierung der sanitären Anlagen angekündigt wurde, was noch nicht abgeschlossen ist und sich hinzieht. Mitte Oktober wurde der Kunststoffrasen für Großfeldmannschaften gesperrt und Teams müssen in die Sömmeringstraße ausweichen. Inzwischen gab es auch einen Rohrbruch, der nicht repariert werden konnte. Die Lage ist für den Verein dramatisch. Die Erneuerung des Platzes wurde vom Bezirksamt für 2015 beschlossen und auch die Sanitäranlagen sollten im Rahmen des Schul- und Sportanlagensanierungsprogramms hergerichtet werden. Früher ließe sich infolge der Haushaltssperre nichts machen und ein genauer Termin kann von niemandem genannt werden. Eine der Schwierigkeiten besteht darin, dass die Zuständigkeiten zwischen Schulamt, Sportamt und der Immobilienverwaltung nicht sehr übersichtlich verschachtelt sind. Das ist nicht sonderlich tröstend für die Betroffenen. Frau Jantzen und Herr Fenske werden sich noch einmal bei allen irgendwie relevanten Stellen erkundigen und Herr Schönfeld plädiert vorübergehend für eine Notreparatur des Kunstrasens, damit wenigstens Jugendliche darauf trainieren können.

Unser Antrag zur Fussball Route Berlin wird vertagt, weil der Genderausschuss noch nichts beschlossen hat.

Zu unserem Antrag „Ein Bad für Chlorallergiker“ hat die SPD einen sehr verflachenden Änderungsantrag vorbereitet, der teilweise auch von de Grünen unterstützt würde. Holger bietet an, „Krumme Straße“ zu entfernen und „chlorfrei“ durch „chlorarm“ zu ersetzen. Angesichts der etwas ahnungsarmen bei der die Meinungen ziemlich durcheinander gehen, beantrage ich eine Vertagung, damit noch mehr Wissen bei allen gesammelt werden kann. Elfi Jantzen schlägt vor, beim nächste Mal jemanden von den Bäderbetrieben einzuladen, um uns den aktuellen Stand der Planungen vorzustellen und auch wie die Situation der Chlorung derzeit ist.

Herr Kuntze berichtet nebenbei, dass es früher einmal einen Beschluss gab, dass die alte Halle des Krummebads barrierefrei zugänglich sein sollte. Aha!

Für den Sportplatz Heckerdamm gibt es einen „großen Schlüsselvertrag“ mit Hellas Nordwest. Die Anlage ist nicht ausreichend, d. h. vertragsgemäß, ausgelastet. Bis 31.12. soll der Verein erklären, ob er diesen Vertrag weiterführen will. Eigentlich könnte dort doch auch die Jugend von Hertha 06 spielen.

Berichte der Verwaltung, u. a.:
* Der Fachbereich Sportförderung ist in die Haubachstraße gezogen, Frau Jantzen seit dieser Woche ins Rathaus Charlottenburg.
* Der Berliner Schlittschuhclub wurde aufgelöst.
* Es gibt weiterhin Probleme auf dem Platz des 1. FC Wilmersdorf, wovon inzwischen auch die Platzwarte betroffen sind. Der BfV wurde informiert.
* Verteilt werden: die Genehmigungen der Senatsverwaltung für Inneres und Sport zum Sportanlagensaierungsprogramm 2015, das bedeutet: für welche Sportanlagen Geld zur Verfügung gestellt wird,
und
die neueste Tarifsatzung der Berliner Bäder Betriebe. Diese ist allerdings in ihrer etwas gewagten Mischung von Schriftarten kaum lesbar und wir bekommen sie hoffentlich noch einmal elektronisch.
* Im Abgeordnetenhaus gab es eine Anfrage mehrerer Parteien zur Sanierung von Sportanlagen, damit mit entsprechenden Kenntnissen ein vernünftiges Sportanlagensanierungsprogramm gefordert werden kann.
* Für den Wettbewerb „Förderpreis für Frauen im Sport“ haben sich bislang nur sehr wenige Vereine beworben.
* Der Charlottenburger TSV 1858 lädt für den 23.11., von 15 bis 17 Uhr in die Gretel-Bergmann-Sporthalle zu einer Vorstellung all seiner Sportabteilungen.
* Auf die Frage nach Vandalismus in der Eissporthalle berichtet Herr Schönfeld von der Unsitte jegendlicher Sporttreibender, Schusstraining mit allen möglichen Gegenständen gegen die Außenfassade der Halle durchzuführen. Das ist jetzt verboten und es wird kontrolliert.
* Ich weise noch auf das Spiel TeBeParty Army – Champions ohne Grenzen am 23.11., um 12 Uhr auf der Hans-Rosenthal-Sportanlage hin und bitte darum, Champions ohne Grenzen, die sich in der Flüchtlingsarbeit auszeichen, zu einer kommenden Ausschusssitzung einzuladen.

Dann ist erst einmal hier Feierabend und nach Ältesterat und Sportausschuss geht es zur Mitgliederversammlung meines Bezirksverbands. Dabei habe ich jetzt schon kein „Sitzfleisch“ mehr …..

Bei BIG e. V.

Vor ungefähr einem Jahr war Frau Schneider von BIG bei einer Ausschusssitzung im Rathaus zu Besuch – heute tagten wir in ihren Räumen in der Durlacher Straße.

Die vorgezogenen Fragen an die und Berichte der Verwaltung erledigte wieder Herr Engelmann recht unaufdringlich.
* Der Bewerbungsschluss für Véreine für den Förderpreis „Frauen und Mädchen im Sport 2014“ ist am 31.10. und auf den Seiten des Sportamts lässt sich der dazugehörige Flyer herunterladen.
* Auch in diesem Jahr gibt es bei der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen wieder einen Bezirkswettbewerb für Gender-Budgeting, woran sich auch unsere Verwaltung beteiligt.
* Das Verfahren für eine_n neue_n Gleichstellungsbeauftragte_n läuft und es sind über 70 Bewerbungen eingegangen. Die Besetzung der Stelle soll eventuell noch 2014 stattfinden. Doch schon …. So überraschend kam es eigentlich nicht, dass Frau Rabe Mitte des Jahres in Rente ging und ein bisschen Voraussicht hätte an der Stelle gewiss nicht geschadet.
Die immer aktive Frau Rabe wird jedenfalls schmerzlich vermisst und mit wem der Ausschuss demnächst den 10. Bericht zum Gender-Mainstreaming diskutieren wird, ist noch unklar.

Anschließend stellte Frau Patricia Schneider, die nicht allzu IT-affine Geschäftsführerin, nochmal in Kürze den Verein BIG und das seit einem Jahr existierende, bundesweite Hilfetelefon für von Gewalt betroffene Frauen vor, wo 80 Mitarbeiter_innen, rund um die Uhr Anrufe entgegennehmen. In Berlin gibt es seit 1999 eine derartige Einrichtung von BIG (030 – 611 03 00), die nun mit dem Hilfetelefon zusammenarbeitet.

Der erste Jahresbericht des Hilfetelefons wurde präsentiert – nicht als Powerpoint oder Vergleichbares, sondern als Heft, auf Papier (! „auf Seite 17 sehen wir ….“). Der Inhalt war gleichwohl interessant und Frau Schneider wies dabei auch auf Berliner Besonderheiten hin.
In Berlin gehen derzeit rund 9000 Anrufe pro Jahr ein, tendenziell am meisten montags und dienstags.
Sehr interessant fand ich den Hinweis, dass Anrufer_innen eher übers Internet auf das Angebot aufmerksam werden, weniger über Flyer, Plakate, die Polizei u. a.. Für die Beratung wird allerdings dann doch das Telefon bevorzugt. Ggf. werden Dolmetscher_innen mit ins Telefonat geschaltet, wobei zuletzt vor allem Englisch notwendig war. Übrigens sind Frauen mit Behinderung weit überdurchschnittlich von Gewalt betroffen, insbesondere gehörlose. Hier wird meistens Kommunikation über Skype direkt mit einer gehörlosen Sozialarbeiterin gewünscht. Im Falle von Trans*frauen, welche ca. 0,2% der Anrufer_innen ausmachen, ist BIG dabei, sich mit anderen Stellen wie z. B. TrIQ und weiteren zu vernetzen, um auch da Hilfsangebote zu schaffen.

BIG ist auch in der Prävention aktiv, beispielsweise durch Grundschulprojekte, Elternabende, Lehrkräftefortbildung, das Teenagerprojekt.
Bei nächtlichen Notfällen gibt es dank eines Sponsors eine (3-Zimmer-Wohnung) Anlaufstelle, die 2014 bisher von 157 Frauen und 182 Kindern genutzt wurde.

Den Antrag zu Regina Jonas habe ich nach einem Hinweis auf das Zentrum für Antisemitismusforschung als mögliche weitere Quelle für einen Hinweis auf einen Bezirksbezug zurückstellen lassen.

Beim Behindertensportverband Berlin

Diejenigen, die den Konsistorienflügel – er heißt wirklich so – auf dem Hertha-BSC-Gelände in der Hanns-Braun-Straße finden konnten, wurden mit einem Schild freundlich vom Behindertensportverband Berlin begrüßt.

In Vertretung von Herrn Naumann leitete heute Elfi Jantzen die Sitzung und hatte sich wohl recht ordentlich vorbereitet. Leider fehlt Herr Fenske, der Vorsitzende vom Sportausschuss, obwohl ich ihn noch letztlich erinnert habe – wahrscheinlich hatte er noch einen anderen Termin. Für den Sportausschuss wäre ein Besuch zweifellos ebenfalls interessant gewesen und ich hatte schon einmal angeregt, beim Behindertensportverband zu tagen.

Herr Prose, der Landesgeschäftsführer, stellt seinen Verband vor. Dieser hat zurzeit 206 Mitglieder (Vereine) mit insgesamt rund 24.000 Mitgliedern und acht feste Mitarbeitende.FAchgebiete sind hauptsächlich der Reha-Sport mit 3300 Sportangeboten berlinweit, der Paralympics- und andere Kader, die Durchführung von Sportveranstaltungen und nicht zuletzt die Aus- und Weiterbildung (1300 Übungsleiter_innen). Zum Konzept gehört die „Inklusion rückwärts“, das bedeutet, Nichtbehinderte dürfen (und sollen!) mitmachen.
Daneben bestehen noch der Gehörlosensportverband, Special Olympics usw., mit denen es noch zu wenig Berührungspunkte gibt.

Dann stellte Herr Schmidt von der Sportgemeinschaft Handicap seinen Verein vor. 1955 gegründet, gab es mehrfache Namensänderungen. Von den rund 450 Mitgliedern, im Alter von 8 bis 103 Jahren, ist ungefähr die Hälfte Männer. Circa 2/3 haben körperliche oder so genannte „geistige“ Einschränkungen, 10% Migrationsgeschichte.
Von den angebotenen Sportarten ist Wassergymnastik überaus beliebt und in der Folge bestehen längere Wartelisten. Rollstuhlbasketball wird ebenfalls gerne angenommen, auch als Wettkampfsport. Hier sind auch Nicht-Rollstuhlfahrende sehr willkommen und es gibt immer wieder Schnupper-Workshops und Leihrollstühle. Ob das vielleicht auch für mich noch eine Möglichkeit wäre, Basketball zu spielen? Wenigstens hätte ich da zur Abwechslung keine Größenbenachteiligung.
Wer sich gerne sportlich betätigen möchte, kann es neben anderem auch mit Fußballtennis oder Bosseln versuchen. Diese Abteilungen freuen sich besonders über neue Mitglieder.

Der Behindertensportverband Berlin hat gute Kontakte zum Landessportbund und natürlich auch die Berliner Sporterklärung unterschrieben. Ebenfalls ist er Mitglied im Netzwerk Sport und Inklusion. Noch in diesem Jahr soll übrigens beim Senat eine Konferenz zum Netzwerk stattfinden (hoffentlich zu einem Termin, an dem ich Zeit habe).
Was den Namen betrifft, so ist der Verband nicht mehr eingeschränkt glücklich mit dem Begriff „Behinderte“ und betont zunehmend seinen Slogan „Ungehindert sportlich“, der doch recht ermunternd klingt.

Aus bekannt aktuellem Anlass kam die Frage, wie der Verband zu Olympia/Paralympics in Berlin steht: diese werden, auch in der Hoffnung auf weitere Bekanntheit und Verbesserung der Lage unterstützt. Dass in der derzeitigen Planung, beispielsweise des olympischen Dorfs nur rund 1/3 der Anlagen barrierefrei vorgesehen sind, befremdete alle Anwesenden. Ansonsten fände Herr Prose nicht getrennte Spiele eine feine Sache.
Erfreulich ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass „Jugend trainiert für Olympia“ und „Jugend trainiert für die Paralympics“ zunehmend gemeinsam durchgeführt wird. Inzwischen gibt es auch ein gemeinsames Schwimmteam.

Es soll Fördermittel für Inklusion im Sport geben. Vom Senat kommen 200.000 Euro pro Jahr, allerdings für alle möglichen „Minderheiten“. Besonders viel ist das folglich nicht. Jedenfalls bestehen Vergaberichtlinien und Vereine können Anträge stellen.

Bei der Barrierefreiheit von Schwimmhallen haben Bezirke leider keinen Einfluss; hier sind die Bäderbetriebe zuständig. Es soll ansonsten eine Liste von Sportanlagen, auch mit Angaben zur Zugänglichkeit geben, die eigentlich schon im Internet stehen sollte. Wann das wohl passiert?
Das Problem vieler Vereine mit Hallen- oder Platzzeiten haben, trotz der Bestimmungen in der SPON auch jene im inklusiven Sport. Momentan bietet zum Beispiel auch die Eissporthalle P 9 nicht genügend Zeiten für Sledge-Hockey, so dass Spieler_innen sogar gelegentlich in Osthallen ausweichen müssen.

Herr Friedrich berichtete anschließend vom Ortstermin mit Schwerpunkt auf Barrierefreiheit für Blinde und Sehbehinderte in den Wilmersdorfer Arcaden und im dortigen Bürgeramt. Bei den Umzügen war er nicht wirklich und von Anfang an einbezogen worden. Die Begehung der Arcaden fand auf seine Initiative und Kosten statt. Im Ausschuss für Bürgerdienste usw. wird das Begehungsprotokoll diskutiert werden. Leider bin ich dort nicht Mitglied.
Bei der Gelegenheit erfuhren wir, dass Sinnesbehinderungen in Berlin beim Bauen nicht verbindlich berücksichtigt werden müssen. Das Problem besteht insbesondere in Innenräumen. Es gibt da nur Leitlinien, z. B. DIN 18040

Im Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist vorgesehen, dass das Bezirksamt quartalsweise zum Stand berichten muss. Herr Friedrich wird sich laufend informieren und sich direkt mit den Bezirksamtsmitgliedern in Kontakt setzen.
Das Projekt Co-Working-Space wird leider im Bezirk nicht umgesetzt, sondern in einem anderen Bezirk.
Noch in diesem Jahr wird Herr Friedrich einen Runden Tisch zur Teilhabe im Arbeitsleben einberufen. Ansonsten gibt es zu dem Thema morgen ein Treffen von Herrn Naumann mit Arbeitgebern.

Die nächste Beiratssitzung findet am 17.11. zum Thema Mobilität statt. Anregungen nimmt Herr Friedrich gerne entgegen.

Sportausschuss

Auch der Sportausschuss trifft sich heute zum ersten Mal im Rathaus Charlottennburg.

Zu Beginn kommt der Antrag des Kinder- und Jugendparlaments auf Flutlicht auf dem Sportplatz Forckenbeckstraße dran. Leider ist niemand aus diesem Gremium anwesend. Grundsätzlich sind wir diesen Anträgen gegenüber immer besonders freunlich, aber Herr Schönfeld erläutert, dass es angesichts der dort ausgeübten Sportarten (Rugby, American Football, Frisbee, Hockey) gar nicht ratsam wäre, den Naturrasen länger als bisher zu nutzen. Er würde das höchstwahrscheinlich nicht verkraften. Die ohnehin schon teure Flutlichtanlage hätte also auch noch Folgekosten, die der Bezirk sich nicht leisten kann. Alle finden es schade, aber der Antrag wird mit einer Enthaltung abgelehnt.

Eine Mitteilung am Rande: Herr Blaschke ist nun doch wieder Mitglied des Sportamts – eine gute Nachricht.

Der Antrag auf Verbesserung sportlicher Aktivitäten von Flüchtlingen wird allgemein begrüßt. Einige Vereine haben sich da schon verdient gemacht, u. a. auch Tennis Borussia. Einstimmig angenommen.

Antrag „Sport nicht vergessen“: Frau Jantzen meint, dass Sportanlagen im Bereich Halemweg ohnehin berücksichtigt würden. Ansonsten soll die Anna-Freud-Oberschule erhalten bleiben, auch die Turnhalle. Was mit dem Sportplatz wird, ist noch unsicher. Da im Antragstext das Wort „möglichst“ steht, steht eine eventuelle Umsetzung zwar gewissermaßen in den Sternen, macht ihn aber allgemein zustimmungsfähig. Frau Jantzen wird auf jeden Fall rechtzeitig berichten, wenn Neues geplant wird, wofür die Senatsverwaltung zuständig ist. Einstimmig angenommen.

Sportbaude Am Volkspark:
Das Thema hatten wir inzwischen schon öfter und auch diesmal sind Gäste aus dem Verein und die Pächterin awesend. Herr Fenske appelliert an alle, sich zu einigen, da die Situation unlösbar ist und eine friedliche Koexistenz im Interesse aller ist. Auch Herr Matern sagt etwas, mit dem ich ausahmsweise einmal einverstanden bin und ermahnt die Vertretung des Vereinsvorstands.

Zum Sportplatz Sömmeringstraße hat uns ein interessierter Mitbürger ausgiebig informiert. Vor allem das ungepflegte Grün drum herum (BVV-Deutsch: Rahmengrün; es gibt auch Parkplatzgrün) störte ihn sehr. Mittlerweile wurde nach direktem Kontakt zwischen Sportamt, dem dortigen Verein, FC Brandenburg 03, und dem Beschwerdeführer verschiedenes verbessert. Gleichfalls wurde auf die bezirkliche Unterstützung ehrenamtlicher Tätigkeiten zur Grünpflege hingewiesen, welche aber bis jetzt von den Beteiligten noch nicht in Anspruch genommen wurde.

Nebenbei lernen wir, dass die – ohnehin viel zu geringen – Mittel zur Grünpflege für 2014 bereits aufgebraucht sind. Unsere Sportplätze sind im Vergleich zu denen in anderen Bezirken meist sehr schön gelegen, also mit viel Grün und Bäumen, die natürlich erheblich mehr Pflege brauchen als ein bisschen Beton + Zaun.

Mitteilungen, u. a.:
* ein paar Termine werden genannt
* Es gibt eine Auszubildende im Sportamt, was eine Seltennheit ist.
* Vereine können (und sollen!) sich um den Förderpreis „Frauen und Mädchen im Sport“ bewerben
* Außer Neukölln haben alle Bezirke die „Berliner Sporterklärung“ unterschrieben
* Unser Bürgermeister hat den jährlichen Wanderpokal für Mädchen (?) abgesagt. Weder wurde der Sportausschuss gefragt, noch ist dies ein gutes Zeichen. Die Angelegenheit wird beim nächsten Mal besprochen.