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Sportplätze

Heute ist kein Bürgermeister, Stadtrat oder Stadträtin dabei. Einerseits beschleunigt das die Sitzung, gleichzeitig stellt sich jedoch die Frage nach der Bedeutung des Sports für unser Bezirksamt.

Als es um die Genehmigung von Protokollen vergangener Sitzungen geht, wird bemerkt, dass es bei Elfi Jantzen – möge sie bald wieder gesund werden! – mit der Freigabe bzw. Unterschrift der Protokolle immer recht schnell ging.

Sachstand Brahestraße:
Der Leiter des Schul- und Sportamts meldet, dass das Gebäude mit den Umkleideräumen etc. inzwischen komplet saniert ist. Die Decken sind teilsaniert und alle Armaturen in den Duschen neu. Defekte Klodeckel wurden ausgetauscht.
Der neue Kunstrasen wird zum Ende der Sommerferien fertig sein, der alte ist bereits abgeräumt.
Herr Kuntze erkundigt sich nach der Art des Kunstrasens. Es handelt sich um Vollkunststoffrasen, unter dem bereits eine Bewässerungsanlage liegt. Granulatverfüllung erforderte intensive Pflege. Herr Schönfeldt gibt die aktuellen Trainingszeiten und -orte von Hertha 06 bekannt. Die 1. Herren haben eine Ausnahmegenehmigung zur Nutzung des Kunstrasenplatzes für Ligaspiele. Wo wäre das Problem? Damit gibt es doch weltmeisterschaftliche Bedingungen auch für die Oberliga.
Die kaputten Türen sollen einmalig und letztmalig hergerichtet werden, aber nur auf Grundlage einer Nutzungsvereinbarung mit Hertha 06. Ich vermute das bedeutet, dass der Verein für Schäden haften muss.
Ob auch die Weitsprunganlage bis zum Schulbeginn fertig sein wird, ist unsicher. Es fehlt die Fällgenehmigung für einen im Weg stehenden Baum, in dem seltene Vögel brüten sollen.

Sachstand Bolzplatz Anne-Frank-Haus:
Der Herr Amtsleiter hat sich ausschließlich auf den vorherigen Tagesordnungspunkt vorbereitet und kann also nichts sagen. Herr Blaschke schon und er zitiert aus der Vorlage zur Kenntnisnahme des Bezirksamts. Die Planung soll durch Fachleute aus dem Sportbereich erfolgen und dem Lärmschutz Genüge tun. Dieser wird wohl nicht durch Schallschutzwände gewährleistet werden. In Zehlendorf sollen Eltern gegen dergleichen geklagt haben – nicht weil es eine Zumutung ist, Kinder einzumauern, sondern weil sie durch die Wand nicht genug Überwachungs- und Kontrollmöglichkeiten von außen haben.

Antrag DS 1207/4 – „Welche Flächen stehen dem Sport im Bezirk noch zur Verfügung?“
Herr Blaschke empfiehlt eine Änderung im Text, damit Sportvereine nicht grundsätzlich vom Kauf der von ihnen genutzten Sportflächen ausgeschlossen werden. Dass Herr Saßen Mitglied der SPD ist, erkennt man allerspätestens an der Art seiner Redebeiträge. In der Diskussion freue ich mich, dass sich Herr Matern (CDU) deutlich gegen den Verkauf von bezirkseigenen Flächen, ausspricht. Warum sich SPD und Grüne hier gewissermaßen an I-Punkten stören, verstehe ich nicht wirklich. Es wird beantragt, satzweise abzustimmen. Hirsche auf der Lichtung …….
[Mir fällt gerade eine Kleine Anfrage ein. Mehr als Stichpunkte kann ich nebenbei aber nicht notieren. Fertigtexten muss ich dann halt irgendwann später.]
Nachdem mehrere Textänderungsvorschläge weiter mehr oder weniger nur noch gefordert wird, dass eine Liste der Sportflächen erstellt wird – von einer Sperre ist nicht mehr die Rede – stimmen alle dem ersten Satz zu, während sich die Grünen beim zweiten enthalten.

Mitteilungen und Fragen:
* Auf dem Hubertussportplatz haben die Baumaßnahmen begonnen.
* Die Veranstaltenden der European Maccabi Games freuen sich über viel Publikum. Gerüchte, dass das anders wäre, haben sich als Unfug erwiesen. Bitte den Personalausweis nicht vergessen, falls es zu Stichpunktkontrollen kommt.
* Der 21. Bärchen-Cup im Hockey findet am 12./13.09. auf der Wally-Wittmann-Sportanlage statt.

Verschiedenes:
* Bei der nächsten Sitzung am 09.09. steht das Thema Haushaltsplan auf der Tagesordnung. Herr Naumann kann zu diesem Termin nicht. Da allerdings die Fachleute ohnehin die Kollegen vom Sportamt sind und viele Ausschussmitglieder an anderen Tagen keine Zeit finden ….
* Eröffnung des Ferienschwimmens im Freibad Jungfernheide: 16.07., 10 Uhr (leider zeitgleich mit einer Veranstaltung zu 117 Jahren jüdischer Sport in Berlin, zu der wir ein Blatt Papier erhalten)

Die Broschüre „Gesundheitssport“ wird verteilt und die Sitzung geschlossen. Damit sind wir etwas früher als 19 Uhr fertig und diejenigen von uns, die noch zur Einbürgerungsfeier gehen, haben eine kurze Pause 🙂

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Thema Lärmschutz

In diesem Mai hat sich so mancher Termin verschoben und auch der Umweltausschuss tagte erst heute und zwar zusammen mit dem Ausschuss für Wirtschaft, Ordnung und Verkehr (WiOV). Das einzige Thema war dabei Lärmschutz, etwas das neben Verkehr vor allem im Ausschuss für Eingaben und Beschwerden regelmäßig vorkommt.

Heute hielt Herr Diekmann von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt einen Vortrag zum Lärmaktionsplan, in dem es in der Hauptsache um Maßnahmen im Straßenverkehr ging. Es war also wieder einer jener Umweltausschüsse, die für mich unter Weiterbildung laufen und daher meistens ziemlich interessant sind. Dass beispielsweise eine andere Anordnung von Fahrspuren Wirkung zeigen kann, war jetzt nichts, das mir irgendwann bewusst aufgefallen wäre oder dass die Breite von Reifen Einfluss auf den Geräuschpegel hat.
Eine weitere Erkenntnis war, dass die Bahn anscheinend wenig kooperativ bei dem Thema ist und dass die längst schon fälligen Daten für den aktuellen „Lärmatlas“ fehlen. Und auch, dass Straßenfeste meistens leiser sind als der Verkehr.
Warum es mit dem Kommunismus – laut Lenin gleich „Sowjetmacht + Elektrifizierung des ganzen Landes“ – noch nicht geklappt hat, ist jetzt auch klar: Es liegt auch daran, dass sich die Deutsche Bahn bislang mit der (lärmmindernden) Elektrifizierung des Südrings zurückhält ……

Nur eine Beschwerde und Einbürgerungsfeier

Was sorgt im Bezirk für die größten Ärgernisse? Wenn man den eingehenden Eingaben und Beschwerden glauben darf, sind es Lärm und Dinge rund um den Straßenverkehr. Ob das so richtig repräsentativ ist, möchte ich nicht bestätigen, aber immerhin sind die Themen vielen Menschen sehr wichtig.

Lärmempfindung ist oft recht subjektiv. Die heutige Beschwerde war allerdings nachvollziehbar und das Problem sollte lösbar sein.

Beim Verkehr wird es vermutlich nie allgemeine Zufriedenhait geben, denn die Wünsche bzw. Bedürfnisse stehen da oft gegeneinander. Meist gibt es Klagen über zu viele oder fehlende Parkplätze / Fahrradständer / Verkehrsschilder / usw. und überhaupt scheinen sich Autos, Fahrräder und zu Fuß Gehende ständig im Weg zu sein – immerhin gab es bislang noch kein Problem mit Booten …. Der Petent, dessen Eingabe heute auf der Tagesordnung stand, hatte jedoch um Verschiebung gebeten und so kam es zum seltenen Fall, dass die Sitzung bereits um 18:15 Uhr endete.

Die Einbürgerungsfeier begann erst kurz nach 19 Uhr und ich hatte völlig unerwartet eine Zeit lang frei. Auch nicht schlecht.
Ob gerade eine Grippewelle durch die Stadt zieht, weiß ich nicht; angesichts der, sowohl von Neustaatsbürger_innen wie auch von „Offiziellen“, vergleichsweise überschaubar besuchten Veranstaltung im BVV-Saal hätte sich darauf schließen lassen können. Es war trotzdem wieder eine nette Feier, diesmal auch mit angenehmen Musikeinlagen – kein Saxophon! – und ein paar interessanten Gesprächen mit Gästen im Anschluss.
Wäre da nicht die Bundeshymne mit ihrem veralteten, nicht geschlechtergerechten Text …. Ich singe ja gerne, aber „brüderlich“ und „Vaterland“? Sollte hier jemand Ideen für Textänderungen haben: bitte melden!

Immer für eine Beschwerde gut: der Straßenverkehr

Am Donnerstag gab es im Ausschuss nur wenige Eingaben oder Beschwerden – schon ein gutes Zeichen für unseren Bezirk. Dabei ging es fast ausschließlich um Autos, die zu zahlreich und meist an den falschen Stellen parken, zu schnell und rücksichtslos gefahren werden und den Lärm, den sie verursachen. Vieles davon ist ohnehin schon verboten. Das Problem besteht darin, dass eben nicht an jeder Ecke die Polizei steht, um sofort einschreiten zu können. Allerdings – wer wollte das schon?

Tatsächlich könnten jedoch die ohnehin meistens überlasteten Beamtinnen und Beamten dringend Verstärkung gebrauchen, aber das fällt nicht in die Verantwortung der Bezirke.

Eine schwierige Frage

Gestern wurden wieder einige Anliegen von Mitbürgern – es waren diesmal nur Männer – besprochen und die unterliegen natürlich der Diskretion. Einige Angelegenheiten konnten bereits vor der Sitzung geklärt werden und in der Hauptsache wurde über eine Beschwerde wegen Lärmbelästigung durch einen Gastronomiebetrieb gesprochen.

Das ist immer ein etwas schwieriges Thema und ich bin mir manchmal nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll. Selbstverständlich ist Nachtruhe eine schützenswerte Sache. Gleichzeitig ist es doch schwierig, diese mit Sicherheit zu gewährleisten. In meiner Straße gibt es auch mehrere Lokale und gerade im Sommer höre ich nachts des öfteren Betrunkene auf dem Heimweg, vor die Tür verbannte Rauchende oder jüngere Autofahrer (ja, Männer!), die ihre Motoren misshandeln. Wie sollen Wirtsleute das verhindern? Indem sie ihre Gäste nach 22 Uhr geknebelt nach Hause begleiten? Das ist unrealistisch.
Ich wohne gerne in einer belebten Gegend, in der ich mich dadurch zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher fühle und dafür nehme ich gerne auch Geräusche in Kauf. Berlin ist nun einmal eine Großstadt ohne Sperrstunde, die gerade auch deshalb ein beliebtes Tourismusziel darstellt.

Die verschiedenen Bedürfnisse hier unter einen Hut zu bekommen ist nicht einfach.