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Keine Ampelfrauen und wenig flexible Kinderbetreuung

Diesmal wieder beim VAMV in der Seelingstraße. Es gibt auch Kaffee und Tee, was sehr nett ist. Weniger schön ist die Tatsache, dass der Ausschuss für Bürgerdienste etc. zeitgleich tagt und da der Antrag zum hässlichen Kriegerdenkmal im Lietzenseepark auf der Tagesordnung steht. Hoffentlich „vertritt“ mich Alex, der damals den Antrag angeregt und mitgetextet hatte, dort. Es wäre zu schade, würde das Anliegen einfach so abgelehnt werden.

Mitteilungen und Fragen, heute mit Marc Schulte:
* Am Equal Pay Day – diesmal der 20.03. – wird es wieder Rabattaktionen für Frauen geben. Der Flyer dazu wird herumgereicht. Die Zeitung der Gleichstellungsbeauftragten des Landes kann verteilt werden und ich trage mich für 100 Stück ein. Das sollte zu schaffen sein.

Der VAMV stellt sich und seine Arbeit vor. Da wir schon mal mit dem Ausschuss hier waren, hören wir nicht viel Neues. Es gibt allerdings eine neue Erhebung zu den Bedarfen an flexibler Kinderbetreuung im Bezirk. Eine Liste von Kitas mit längeren Öffnungszeiten (fast nur in anderen Bezirken) existiert.

Die Erhebung wird vorgestellt. Grundlage waren Online-Fragebögen. Sie ist übrigens unter http://www.vamv-berlin.de/images/pdf/bedarfserhebung_flexible_kinderbetreuung.pdf herunterladbar.

Es gibt wohl eine ergänzende Tagesbetreuung des Jugendamts für Leute, die vor 7 Uhr oder nach 17 Uhr arbeiten müssen. Davon weiß allerdings kaum jemand was und es gibt so gut wie keine Tagesmütter (Stundenlohn 2,79 € pro Kind), die das machen.

Es gibt ein Projekt für drei Jahre des VAMV für Flexible Betreuung, gefördert durch die Walter-Blüchert-Stiftung mit Abhol- und Bringediensten, Betreuung im Haushalt außerhalb der regulären Kita-Öffnungszeiten und am Wochenende. Dafür gibt es 30 Stunden, benötigt würde mindestens doppelt so viel. Könnte der Bezirk nicht ……?

Charlottenburg-Wilmersdorf ist der Bezirk mit den meisten Alleinerziehenden.

Der charmante Antrag der Grünen auf zusätzlich weibliche Ampelfiguren (DS 1066/4), dem ich, als ich ihn gesehen hatte, gerne beigetreten bin, kommt dran. Herr Prejawa begründet. Es gab dazu auch mal eine Anfrage von Kathrin Vogel MdA. Der Senat beabsichtigt nicht, neue „Sinnbilder“ einzureichen. Die SPD zickt und als Ausrede wird der Vorwurf, Geschlechterklischees zu tradieren, benutzt. Wie langweilig! Die CDU stimmt auch dagegen und damit ist der Antrag erst einmal abgelehnt. Ich fürchte, dass es ihm im Haushaltsausschuss nicht viel besser ergehen wird..

Die nächste Sitzung findet am 18.03. statt.

Berliner Bildungsprogramm (+ Wahlkampfversuche)

Wann immer es möglich ist, nehme ich auch am Bezirkselternausschuss Kita teil und diesmal war das Thema „Das Berliner Bildungsprogramm 2.0 – im Gespräch mit den Autorinnen“ angekündigt.

Im viel zu kleinen Gertrud-Bäumer-Saal stellte Frau Prof. Dr. Annette Dreier von der FH Potsdam das Programm vor und auch die Änderungen zur vorherigen Version. Es handelt sich hierbei um viele interessante Anregungen, die alle in Kitas Arbeitenden sicherlich noch viel lieber und vollständiger umsetzen würden, hätten sie denn mehr Zeit und Kolleg_innen dazu.

Berlin ist das einzige Bundesland, indem auch evakuiert wird und zwar von externen Firmen, die von den jeweiligen Kita-Trägern ausgesucht und bezahlt werden müssen. Abgesehen davon, dass Evaluierungen oft genug nur zu zeitlich begrenzter Hyperaktivität führen – man will schließlich gut abschneiden – und weniger die tatsächlichen Verhältnisse widerspiegeln, was sinnvoll wäre, halte ich es für eine etwas seltsame Idee, die Prüfenden selbst zu wählen. Ob das wirklich für verlässliche Ergebnisse sorgt?

Einzelne Eltern taten sich etwas schwer mit dem Verstehen des im Bildungsprogramm enthaltenen Konzepts und machten sich Sorgen, ihre Kinder könnten nicht ausreichend z. B. zeichnen lernen. O je.

Ansonsten wurde noch der neue BEAK-Vorstand vorgestellt und von mehreren Eltern Befürchtungen zum Drogenhandel auf der U7 geäußert.

Zum BEAK kommen aus der BVV üblicherweise nur selten Verordnete, manchmal Stadträtin Jantzen oder letztlich auch Herr Friedrich aus der Seniorenvertretung. Diesmal waren von der CDU mit Herrn Förschler und Herrn Sell gleich zwei Vertreter da. Letzterer sorgte mit seinen Beiträgen dann auch schon für Wahlkampf-Feeling, was nicht allen gefiel. Zwischendurch kritisierte er sogar den Verkauf des Rathauses Wilmersdorf, in dem es doch reichlich Flächen für benötigte Kitas geben hätte können. Nanu? Wie bitte? Etwas in der Art hatte doch in jenem Antrag gestanden, für den mich auch die CDU vor zwei Jahren für mindestens verschroben erklärt und geschlossen dagegen gestimmt hatte.