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Nichts Neues bei Gender und Integration

Praktischerweise tagten Integrations- und Genderausschuss heute zusammen – diesmal außerhalb des Bezirks bei der Berliner Stadtmission am Hauptbahnhof. Ob schließlich alle Verordneten / Interessierten den Ort gefunden haben oder noch welche, zunehmend verzweifelnd, durch Moabit irren, weiß ich nicht. Selbst bin ich beinahe schon daran gescheitert, die Bahnhofsmission – um nach dem Weg zu fragen – zu finden. Wer auch immer das Wegeleitsystem im Hauptbahnhof geplant hat, arbeitet heute hoffentlich an einer Stelle, die den Fähigkeiten angemessener ist. Zwei Straßen weiter war es auf dem großen Gelände der Stadtmission auch nicht besser und hätte mich nicht Holger Pabst, der seinerseits von einer freundlichen und teilweise ortskundigen Mitarbeiterin aufgelesen wurde, mit ebendieser Frau gefunden ….

Viel versäumt hätten wir bei abgebrochener Suche allerdings nicht. Als Mitglieder des Integrationsausschusses und bei Willkommen im Westend kennen wir Not und Elend beim LAGeSo und dessen Umgang mit geflüchteten Menschen. Die Stadtmission beherbergt sei letztem September (vor allem besonders schutzbedürftige) Flüchtlinge und betreibt auch die Traglufthalle in Moabit. Unter anderem beklagt sie nicht erreichbare Zuständige beim LAGeSo, dass Hebammen monatelang auf Bezahlung warten müssen und auch die Finanzierung anderer (sogar lebenswichtiger!) Leistungen extrem verzögert erfolgt. Kranke und Schwangere müssen tagelang in der Schlange beim Landesamt warten. Bürokratischer Irrsinn bei der Ausstellung von Dokumenten und Geburtsurkunden erschwert das Leben von Geflüchteten, wobei das Standesamt Charlottenburg-Wilmersdorf als lobenswerte Ausnahme hervorgehoben wurde. Teilweise werden beim LAGeSo anstelle von Dolmetscher_innen Sprachmittler_innen eingesetzt, Prozesskostenhilfe gibt es während des Asylverfahrens nicht usw. etc.
Die Stadtmission scheint sich wirklich Mühe zu geben und auch die nötige Kompetenz zu besitzen. Gleichzeitig sind auch dort viele Ehrenamtliche tätig, wobei zusätzliche Hilfe immer willkommen ist.

Außer für einige Mitglieder des Genderausschusses und Herrn Prejawa (= der Vorsitzende des Integrationsausschusses) war dies alles nicht neu. Letzterer wollte sehr gerne noch die Traglufthalle besuchen, was aber zeitlich nicht zu schaffen war. Besser so, denn die Vertreterin der Stadtmission erklärte, dass um die Tageszeit dort viel Betrieb, z. B. bei der Registrierung und betreuung von Neuankömmlingen, herrsche. Ich hoffe, die Idee mit einem Extratermin dazu verliert sich über die Sommerpause. Interessierte hätten sich von Monaten eigentlich auch im Bezirk in den beschlagnahmten Sporthallen informieren können – und „Flüchtlinge gucken“ muss sowieso wirklich nicht sein.

Ach ja, das Thema lautete ursprünglich „Grenzgängerinnen: Frauen auf der Flucht und in der Migration in Berlin. Ein Besuch der Flüchtlingsunterkunft der Berliner Stadtmission“. So richtig viel haben wir davon eher nicht erfahren.

Von Carolina Böhm gab es noch den Hinweis, dass dieses Jahr zum Tag gegen Gewalt gegen Frauen im November eine zentrale Aktion in den Wilmersdorfer Arcaden geplant ist. Und die Geschäftsstelle des UCW zieht in den Info-Punkt um.

Das war’s und früh genug, um halbwegs rechtzeitig zum Oranienplatz zur Griechenland-Solidaritätsveranstaltung zu kommen.

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Häusliche Gewalt und seltsame Vorstellungen darüber

Manchmal ist der Ausschuss für Gender-Mainstreaming ein bisschen anstrengend. Heute war er es besonders und weil ich niemanden kränken möchte, fasse ich die Sache vergleichsweise kurz zusammen.

Nach den Berichten von Herrn Naumann war das Hauptthema „Häusliche Gewalt“, wozu ein Herr und eine Dame vom Landeskriminalamt eine Präsentation vorbereitet hatten. Hierbei stellten sie die Entwicklung bei der Polizei, die sich in den letzten Jahren doch ziemlich sensibilisiert hat und zahlreiche Ansprechpersonen im Notfall bereit hält.
Die erste Studie zu Gewalt gegen Frauen wurde 2003 durchgeführt und sollte im Internet zu finden sein. Die vermutete hohe Dunkelziffer ist darin natürlich nicht enthalten und woran damals kaum jemand dachte, war eine Betrachtung der Gewalt gegen Frauen mit Behinderungen, die vergleichsweise hoch sein dürfte.
Eine bundeseinheitliche Definition zu Häuslicher Gewalt existiert bislang nicht. Von daher entfallen Vergleiche der einzelnen Bundesländer. Für Berlin gab es die statistische Entwicklung in den Jahren 2006 bis 2014 zu sehen. Die einzige auffällige Entwicklung fand im signifikanten Anstieg von 2007 auf 2008 statt. Allerdings ist seit 2008 Stalking als Straftatbestand dazugekommen, was ich übrigens sehr richtig finde.
Die Zahlen waren nur bedingt aussagekräftig, da nur einzelne Täter_innen und nicht die Anzahl der Taten erfasst wurde. Es wurde auch nicht nach gleich- und verschiedengeschlechtlichen Beziehungen unterschieden, auch nicht nach der Schwere der Gewalt. Manch interessante Frage blieb also offen.
Weiterhin führt die Polizei Antigewalttrainigs und Prävention, auch an Schulen, durch. Wenn es speziell um häusliche Gewalt geht, wäre jedoch BIG anzusprechen.

Die anschließende Fragerunde möchte ich gar nicht wiedergeben (siehe oben). Was da teilweise an rassistischem, klassistischem und gewöhnlichem Unsinn von einigen Anwesenden geäußert wurde, verdient vergessen zu werden. Da konnte auch die Sitzungsleitung – heute Frau Halten-Bartels in Vertretung unserer neuen Vorsitzenden – wenig machen. Ich möchte jedenfalls lieber nicht wissen, was sich die beiden Leute von der Polizei nachher über uns dachten.

Schließlich stellte Frau Böhm noch einmmal den 25.11., den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, vor. In der Vergangenheit verpackten Bezirksverordnete an dem Tag in Kaisers-Filialen Brötchen in spezielle Tüten mit dem Motte „Gewalt kommt nicht in die Tüte“. Die Resonanz darauf fiel sehr unterschiedlich aus und im Vorjahr entfiel diese Aktion, da wir ja monatelang keine Gleichstellungsbeauftragte hatten. In irgendeiner BVV hatte ich danach „spontan“ gefragt.
Carolina Böhm überlegt zurzeit, wie der 25.11. in Zukunft im Bezirk begangen werden sollte. Vielleicht durch eine zentrale Veranstaltung? Anregungen werden bis zum nächsten Ausschuss gesammelt und Frau Böhm findet bis dahin heraus, ob Kaisers die Backshop-Filialen überhaupt weiterbetreiben wird.

Gut, dass danach 19 Uhr und Schluss war. Anschließend brachte mir Sigi Schlosser aus dem Ausschuss für Bürgerdienste noch eine erfreuliche Nachricht: es ist geplant, demnächst die Männertoilette an der Bibliothek zur Unisex-Toilette umzuwandeln. Dass ich das noch erleben darf! Fast zwei Jahre, nachdem wir unseren Antrag gestellt hatten!

Neue Frauen im Ausschuss

Nachdem sich das Bewerbungsverfahren um die Stelle fast ein dreiviertel Jahr hingezogen hatte, gibt es mit Carolina Böhm endlich wieder eine bezirkliche Gleichstellungsbeauftragte. Nun kann sie nicht gleichzeitig Vorsitzende des Ausschusses für Gender-Mainstreaming sein und in der Folge wird Frau Pinkvoss-Müller einstimmig zu ihrer Nachfolgerin gewählt. Ich durfte auch an der Stelle wieder nicht …..

Carolina Böhm, die ohnehin alle im Raum kennen, stellt sich also vor und auch ihre Ideen und Pläne, beispielsweise fürs UCW, zu Netzwerken, Berichte betreffend usw..
Als Begrüßungsangebot gibt es übrigens die vier bisher erschienenen Broschüren über Straßennamensgeberinnen im Bezirk aktuell zum Sonderpreis von 10 Euro.
Außerdem wurde der Internetauftritt der Gleichstellungsbeauftragten bereits überarbeitet und sieht doch ganz ordentlich aus.

Herr Naumann hält eine ausführliche Rede zum Bewerbungsverfahren, lobt den Bezirk für sein LGBT-Engagement, über alleinerziehende Väter und das, was es weiterhin geben soll. Weiterhin fordert er dazu auf, Anregungen zu geben und wünscht sich, dass der Ausschuss auch wieder Auswärtstermine plant. Bei Dingen, die nicht geschehen sind, verweist er auf die Vakanz und irgendwie hört es sich fast so an, als wäre Frau Rabe vorsätzlich in Rente gegangen.

Frau Halten-Bartels würde es schön finden, wenn die Gleichstellungsbeauftragte öffentlich bekannter würde. Außerdem freut sie sich, wenn der Ausschuss mehr ein Gender-Ausschuss würde als sich hauptsächlich auf Frauenthemen zu konzentrieren.
Herr Prejawa lobt dagegen die Arbeit von Frau Rabe.
Frau Pinkvoss-Müller meint, auch bei ihr würden „die Männer im Mittelpunkt stehen“. Göttin! Ich gehe davon aus, dass sie das nicht wörtlich gemeint hat.

Auf der Tagesordnung steht ein Antrag, den ich innerlich schon als erledigt betrachtet habe: DS 0939/4 – „FUSSBALL ROUTE Charlottenburg-Wilmersdorf über und für alle Geschlechter“ vom April 2014.
Da hatte sich ja in der Zwischenzeit herausgestellt, dass die ursprünglichen Vermutungen gewissermaßen ein Missverständnis bzw. eine Fehlkommunikation waren. Ich berichte von den Entwicklungen, die das Projekt zwischenzeitlich genommen hatte und dass ich mich auf die Eröffnung des Abschnitts in unserem Bezirk am 29.05. freue und für das ablehnende Verhalten der BVV Mitte wenig Verständnis habe. Der Antrag könnte also zurückgezogen werden. Nach mittlerer Diskussion kommt, insbesondere auf Vorschlag von Frau Timper, eine geänderte Fassung zustande, für die ich noch eine Kurzbegründung schreiben soll. Alle Parteien treten bei und im nächsten Sportausschuss soll dann der endgültige Beschluss gefasst werden. Die neue Variante lautet:
„Das Bezirksamt möge sich beim BFV dafür einsetzen, dass die FUSSBALL ROUTE BERLIN, deren Route 3 größtenteils durch unseren Bezirk führt, mit ihren Texten und ihren weiteren Themen imm Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird.“

Merle von Wittich weist in Zusammenhang damit, warum es wirklich wichtig ist, in so einer Ausstellung auch den Frauenfußball ausreichend zu berücksichtigen, auf das Champions League Finale am 14.05. im Jahn-Sportpark (Eintritt 10 Euro) hin. Das sagt doch ein bisschen etwas über die „Wertigkeit“ des Frauenfussballs bei offizieller Stelle aus.
Herr Fenske berichtet dagegen, wie es dazu kam, dass der Jahnsportpark gewählt wurde. Da haben anscheinend die Verantwortlichen für die Bewerbung ein wenig Murks gemacht.

Mitteilungen und Fragen:
* Über LSK-Mittel wird das Medien- und Dialogprojekt muslimischer und jüdischer Frauen, das letzte Woche im Lily-Braun-Saal vorgestellt wurde, gefördert. Schön, aber warum wussten wir nichts von der Veranstaltung? Auf den Seiten von aviva sollen die Dialoge abrufbar sein.
* Morgen feiert der Frauenladen abw 30. Geburtstag. Herr Naumann wird mit Frau Böhm um 11:30 Uhr hingehen.
* Wie jedes Jahr finder am 14.05. das Gedenken an Magnus Hirschfeld an der Stele in der Otto-Suhr-Allee statt. Danach soll diesmal ein Regenbogenkuchen-Anschnitt mit dem MANEO erfolgen.
* Am 18.06. wird um 12:30 Uhr vor dem Rathaus die Regenbogenfahne anlässlich des CSDs gehisst.
* Heute gab es ein Gespräch zwischen Herrn Naumann, der Leiterin der Niederlassung Zentrum Berlin der Post AG und der für Politik zuständigen Kollegin der Post AG zum Thema Frauen im Beruf. Der Bürgermeister meint, es wäre interessant gewesen.
* Herr Naumann regt an, das Thema „Frauen in der Wirtschaft / Frauen und Wirtschaft“ im Ausschuss zu behandeln.

Verschiedenes:
* Frau Halten-Bartels fragt, ob auch dieses Jahr „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ weitergeführt wird und wünschte sich, in der Folge die Erfahrungen auszuwerten bzw. sich darüber auszutauschen. Frau Böhm möchte in jedem Fall Aktionen zum 25.11. durchführen. Ob in der gewohnten oder einer anderen Form, ist noch nicht sicher. Darüber sollten wir gelegentlich sprechen.
* Frau Timper möchte den 10. Bericht der Gleichstellungsbeauftragten unter dem Aspekt Frauen und Kultur im Ausschuss nochmal aufrufen, weil sie dazu noch Fragen hat. Merle schlägt vor, dass sich zur nächsten Ausschusssitzung alle überlegen, welche Themen sie ebenfalls gerne besprochen hätten.
* Frau Pinkvoss-Müller würde gerne in den kommenden Monaten die Orga-Leute des Equal-Pay-Day einladen, auch „Zukunft im Zentrum“ (Beratung von Frauen zu Minijobs u. a.), etwas zum Thema „Beruf und Karriere für Männer in Führungspositionen“ machen, und mehr.

Keine Ampelfrauen und wenig flexible Kinderbetreuung

Diesmal wieder beim VAMV in der Seelingstraße. Es gibt auch Kaffee und Tee, was sehr nett ist. Weniger schön ist die Tatsache, dass der Ausschuss für Bürgerdienste etc. zeitgleich tagt und da der Antrag zum hässlichen Kriegerdenkmal im Lietzenseepark auf der Tagesordnung steht. Hoffentlich „vertritt“ mich Alex, der damals den Antrag angeregt und mitgetextet hatte, dort. Es wäre zu schade, würde das Anliegen einfach so abgelehnt werden.

Mitteilungen und Fragen, heute mit Marc Schulte:
* Am Equal Pay Day – diesmal der 20.03. – wird es wieder Rabattaktionen für Frauen geben. Der Flyer dazu wird herumgereicht. Die Zeitung der Gleichstellungsbeauftragten des Landes kann verteilt werden und ich trage mich für 100 Stück ein. Das sollte zu schaffen sein.

Der VAMV stellt sich und seine Arbeit vor. Da wir schon mal mit dem Ausschuss hier waren, hören wir nicht viel Neues. Es gibt allerdings eine neue Erhebung zu den Bedarfen an flexibler Kinderbetreuung im Bezirk. Eine Liste von Kitas mit längeren Öffnungszeiten (fast nur in anderen Bezirken) existiert.

Die Erhebung wird vorgestellt. Grundlage waren Online-Fragebögen. Sie ist übrigens unter http://www.vamv-berlin.de/images/pdf/bedarfserhebung_flexible_kinderbetreuung.pdf herunterladbar.

Es gibt wohl eine ergänzende Tagesbetreuung des Jugendamts für Leute, die vor 7 Uhr oder nach 17 Uhr arbeiten müssen. Davon weiß allerdings kaum jemand was und es gibt so gut wie keine Tagesmütter (Stundenlohn 2,79 € pro Kind), die das machen.

Es gibt ein Projekt für drei Jahre des VAMV für Flexible Betreuung, gefördert durch die Walter-Blüchert-Stiftung mit Abhol- und Bringediensten, Betreuung im Haushalt außerhalb der regulären Kita-Öffnungszeiten und am Wochenende. Dafür gibt es 30 Stunden, benötigt würde mindestens doppelt so viel. Könnte der Bezirk nicht ……?

Charlottenburg-Wilmersdorf ist der Bezirk mit den meisten Alleinerziehenden.

Der charmante Antrag der Grünen auf zusätzlich weibliche Ampelfiguren (DS 1066/4), dem ich, als ich ihn gesehen hatte, gerne beigetreten bin, kommt dran. Herr Prejawa begründet. Es gab dazu auch mal eine Anfrage von Kathrin Vogel MdA. Der Senat beabsichtigt nicht, neue „Sinnbilder“ einzureichen. Die SPD zickt und als Ausrede wird der Vorwurf, Geschlechterklischees zu tradieren, benutzt. Wie langweilig! Die CDU stimmt auch dagegen und damit ist der Antrag erst einmal abgelehnt. Ich fürchte, dass es ihm im Haushaltsausschuss nicht viel besser ergehen wird..

Die nächste Sitzung findet am 18.03. statt.

Schmerzlich vermisst: Frau Rabe / Genderbericht / Regina Jonas

Diesmal beginnt es ausnahmsweise mit den Mitteilungen:
* Flyer und Give-aways zum Gewaltpräventionstag (25.11.) Zeug zum 25.11.werden verteilt. Wie auch in der Antwort auf meine Kleine Anfrage bestätigt Herr Naumann, dass diesmal nur die Fahne gehisst wird. Wegen „personeller Vakanzen“ usw. Peinlich!
* 5 Beiträge wurden beim Wettbewerb Gender-Budgeting prämiert. Charlottenburg-Wilmersdorf war nicht dabei. Unser Projekt galt als „Nachfolgeprojekt“. Auch nicht ruhmreich.
Es sollen möglicherweise Projekte, die die ausgezeichneten imitieren, noch Geld bekommen können.
* Herr Naumann berichtet, dass er gestern bei der Verleihung des Bundesverdienstpreises an Frau Nachama dabei war.
* Außerdem war er gestern beim Unternehmerinnenstammtisch, wo es sehr nett gewesen sein soll. Allerdings war der Besuch etwas dürftig. In Zukunft sollen auch Bezirksverordnete Einladungen bekommen. Am 26.03.15 findet der nächste Stammtisch statt.
* Vor Weihnachten werden noch Bewerber_innen für die Stelle der/des Gleichstellungsbeauftragten eingeladen. Die eigentlichen Bewerbungsgespräche finden im Januar statt und es soll noch vor Ostern eine_n neue_n Beauftragte_n geben. [Es werden noch Wetten angenommen …..]

10. Bericht zur Umsetzung des Gender-Mainstreaming:
Ein Herr aus der Verwaltung stellt ihn vor und hat Berge von Papier dabei, die verteilt werden. Schwerpunkt ist wie im Vorjahr die Personalentwicklung.
Beim 1. Führungskräftetreffen gab es Überlegungen, wie die Arbeitsbedingungen familienfreundlicher werden könnten. Beim 2. zum Thema Demographie und Wissenstransfer. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiterinnen ist ca. 51 Jahre, im Bereich „Altenpflege“ übrigens 61!
Der Herr aus der Verwaltung berichtet viel (für Insider_innen) und ich werde ein wenig müde. Warum das jetzt mit der Neubesetzung der Stelle von Frau Rabe, deren Pensionierung nicht allzu überraschend gekommen sein dürfte, so unerfreulich ewig dauert, sagt er nicht oder ich habe es nicht herausgehört/verstanden. Herr Fenske hatte konkret nachgefragt.

Und nun wieder unser Regina-Jonas-Antrag, den Frau Rabe gewiss unterstützt hätte. Dass der Ort „Am Bahnhof Grunewald“ nicht durchsetzbar ist, habe ich inzwischen von mehreren Seiten gehört und auch, dass ihn nicht alle, die den Antrag ansonsten begrüßen, für eine gute Idee halten. Ich stelle ihn also zur Disposition, denn schließlich sich auch die ursprünglich angenommene Verbindung (die Platte zum Deportationszug am Denkmal) als unrichtig erwiesen. Auf die mittlerweile herausgefundenen Bezirksbezüge (verschiedene Nachweise, dass Regina Jonas auch in Charlottenburg-Wilmersdorf tätig war) weise ich hin. Anscheinend haben einige nicht ganz zugehört und beispielsweise der heutige Bürgerdeputierte der CDU stößt sich mit vielen Worten am Ort. Nach einigem Hin und Her einigen wir uns darauf, morgen vor der BVV – darum habe ich dann Frau Böhm und Herrn Prejawa, die Vorschläge in den Raum warfen, gebeten – den Text dahingehend zu ändern, dass das Bezirksamt mit Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg in Kontakt treten soll, ob und wie dort zeitnah eine Straßen- oder Platzbenennung nach Regina Jonas stattfinden kann bzw. wird. Wenn nicht, soll es einen angemessenen (!) Platz im Bezirk finden. Dem stimmt der Ausschuss einstimmig zu. Das ist besser als nichts und wenn wir dadurch wenigstens einem Bezirk „Beine machen“, so soll es das sein. Hauptsache ist doch, dass die weltweit erste ordentlich ordinierte Rabbinerin in Berlin öffentlich geehrt wird. Und wenn wir dazu beitragen konnten, freue ich mich.

Nächster Termin wäre der 17.12., an dem Herr Naumann nicht in Berlin ist. Eventuell lassen wir die Sitzung ausfallen.

Ein Gender-Check sorgt für Aufregung

Diesmal fand der Gender-Ausschuss wieder mit unserem Bürgermeister statt, von dem wir erfuhren, dass er letzte Nacht erstmalig wieder durchgeschlafen hatte – er ist erkältet. Seinetwegen wurden die Berichte und Fragen vorgezogen.
* Die Bewerbungen für die Stelle der Gleichstellugsbeauftragten werden zurzeit gesichtet. Eine Kommission (Herr Naumann, Frau König, Frau Jantzen) wird entscheiden. Ob das dieses Jahr geschehen wird, weiß Herr Naumann noch nicht.
* Der Preis „Frauen und Mädchen im Sport“ wird am 19.12.2014 verliehen. Weitere Bewerbungen/Nominierungen von Vereinen/Teams sind wilkommen.
* Die Broschüre „Charlotte & Wilma“ (4. Band) ist erschienen und wurde verteilt.

Danach stellte Frau Wiedmann die Ergebisse des Gender-Checks in Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit vor. Die Ausschussmitglieder bekamen die Folien, welche eine Zusammenfassung des letzte Woche verschickten Textes darstellten, auf Papier ausgedruckt. Diverse Verordnete, die teilweise die Gesamtdarstellung nicht gelesen und beim Vortrag nicht richtig zugehört hatten, stellten allerlei mieselsüchtige Zwischenfragen nach Dingen, die den Rahmen der Studie gesprengt hätten – oder danach, auf „welcher Seite des Hand-outs wir sind“. Der Unterschied zwischen einer Umfrage und einer wissenschaftliche Arbeit scheint vielen nicht bekannt.
Als Schlussfolgerungen ergaben sich, dass die meisten Teams in den Einrichtungen inzwischen doch recht sensibel sind, was Geschlechtergerechtigkeit betrifft. Dass Mädchen anscheinend weniger Räume beanspruchen als Jungen. Dass Mädchenarbeit inzwischen doch meistens recht gut verankert ist, bei der kritischen Jungenarbeit bestehen dagegen eher Defizite. Ach ja, und dass es insbesondere an Personal fehlt.

Frau Schütt, die für Mädchenarbeit im Bezirk zuständig ist, ergänzte noch ein wenig aus der Praxis. Es gibt übrigens ein Qualitätshandbuch Mädchenarbeit (oder so ähnlich). Auch hier gab es wenig freundliche und teilweise recht ignorante Zwischenfragen, so dass es zwischendurch ziemlich laut (und peinlich) wurde und sich unsere freundliche Ausschussvorsitzende genötigt sah, sich bei den Gästen zu entschuldigen, was eine weitere Kontroverse hervorrief.

Eine vergleichsweise unangenehme Ausschusssitzung, obwohl das Thema doch eigentlich recht harmlos war.

Bei BIG e. V.

Vor ungefähr einem Jahr war Frau Schneider von BIG bei einer Ausschusssitzung im Rathaus zu Besuch – heute tagten wir in ihren Räumen in der Durlacher Straße.

Die vorgezogenen Fragen an die und Berichte der Verwaltung erledigte wieder Herr Engelmann recht unaufdringlich.
* Der Bewerbungsschluss für Véreine für den Förderpreis „Frauen und Mädchen im Sport 2014“ ist am 31.10. und auf den Seiten des Sportamts lässt sich der dazugehörige Flyer herunterladen.
* Auch in diesem Jahr gibt es bei der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen wieder einen Bezirkswettbewerb für Gender-Budgeting, woran sich auch unsere Verwaltung beteiligt.
* Das Verfahren für eine_n neue_n Gleichstellungsbeauftragte_n läuft und es sind über 70 Bewerbungen eingegangen. Die Besetzung der Stelle soll eventuell noch 2014 stattfinden. Doch schon …. So überraschend kam es eigentlich nicht, dass Frau Rabe Mitte des Jahres in Rente ging und ein bisschen Voraussicht hätte an der Stelle gewiss nicht geschadet.
Die immer aktive Frau Rabe wird jedenfalls schmerzlich vermisst und mit wem der Ausschuss demnächst den 10. Bericht zum Gender-Mainstreaming diskutieren wird, ist noch unklar.

Anschließend stellte Frau Patricia Schneider, die nicht allzu IT-affine Geschäftsführerin, nochmal in Kürze den Verein BIG und das seit einem Jahr existierende, bundesweite Hilfetelefon für von Gewalt betroffene Frauen vor, wo 80 Mitarbeiter_innen, rund um die Uhr Anrufe entgegennehmen. In Berlin gibt es seit 1999 eine derartige Einrichtung von BIG (030 – 611 03 00), die nun mit dem Hilfetelefon zusammenarbeitet.

Der erste Jahresbericht des Hilfetelefons wurde präsentiert – nicht als Powerpoint oder Vergleichbares, sondern als Heft, auf Papier (! „auf Seite 17 sehen wir ….“). Der Inhalt war gleichwohl interessant und Frau Schneider wies dabei auch auf Berliner Besonderheiten hin.
In Berlin gehen derzeit rund 9000 Anrufe pro Jahr ein, tendenziell am meisten montags und dienstags.
Sehr interessant fand ich den Hinweis, dass Anrufer_innen eher übers Internet auf das Angebot aufmerksam werden, weniger über Flyer, Plakate, die Polizei u. a.. Für die Beratung wird allerdings dann doch das Telefon bevorzugt. Ggf. werden Dolmetscher_innen mit ins Telefonat geschaltet, wobei zuletzt vor allem Englisch notwendig war. Übrigens sind Frauen mit Behinderung weit überdurchschnittlich von Gewalt betroffen, insbesondere gehörlose. Hier wird meistens Kommunikation über Skype direkt mit einer gehörlosen Sozialarbeiterin gewünscht. Im Falle von Trans*frauen, welche ca. 0,2% der Anrufer_innen ausmachen, ist BIG dabei, sich mit anderen Stellen wie z. B. TrIQ und weiteren zu vernetzen, um auch da Hilfsangebote zu schaffen.

BIG ist auch in der Prävention aktiv, beispielsweise durch Grundschulprojekte, Elternabende, Lehrkräftefortbildung, das Teenagerprojekt.
Bei nächtlichen Notfällen gibt es dank eines Sponsors eine (3-Zimmer-Wohnung) Anlaufstelle, die 2014 bisher von 157 Frauen und 182 Kindern genutzt wurde.

Den Antrag zu Regina Jonas habe ich nach einem Hinweis auf das Zentrum für Antisemitismusforschung als mögliche weitere Quelle für einen Hinweis auf einen Bezirksbezug zurückstellen lassen.

Orga, Hokuspokus u. a.

Nach dem Ältestenrat, in dem noch einmal die Frage der Vertretung von Bezirksverordneten (hier: der Piraten) durch Verordnete anderer Parteien (hier: mich) angesprochen und geklärt wurde, ging diesmal ungewöhnlich viel Zeit im Genderausschuss an Organisatorisches, was u. a. auch mit dem Equal Pay Day am Freitag zusammenhing. Dazu habe ich am Ende einen ordentlichen Stapel Zeitungen eingepackt, den ich mit Merle verteilen werde. Die rote Tasche dazu habe ich ja noch aus dem Vorjahr. Weil der Equal Pay Day diesmal mit dem Tag gegen Rassismus zusammenfällt, wird es zeitlich allerdings ein bisschen knapp werden.

Der einzige auf der Tagesordnung stehende Antrag bezog sich aufs UCW und es gab eine unerwartet lange Diskussion darum, ob er bereits durch Verwaltungshandeln, wie es im BVV-Deutsch heißt, erledigt wäre oder nicht. Am Ende wurde der letzte Satz gestrichen und nur noch die CDU stimmte dagegen.
Bei der Gelegenheit wurde auch eine Liste der im UCW ansässigen Branchen verteilt. Unter den 41 Unternehmerinnen befinden sich auch vier Heilpraktikerinnen, drei Kunst- und Körpertherapeutinnen und – an der Stelle setzt bei mir jegliches Verständnis aus – eine Feng-Shui Beraterin. Nachdem sich auch auf der Liste der Geschäfte, die am Equal Pay Day 22% Rabatt für Frauen anbieten, einzelne wunderliche Betriebe finden und mir schon im Programm der Volkshochschule einige grenzwertige Angebote aufgefallen sind und außerdem in letzter Zeit Therapiepraxen und Läden auf allerlei Hokuspokusbasis anscheinend gehäuft im Bezirk eröffnen, werde ich dazu wohl doch langsam (zumindest) eine Anfrage stellen müssen. Im Jahr 2014 unserer Zeitrechnung sollte es wirklich nicht mehr vorkommen, dass leichtgläubigen und manchmal sogar verzweifelten Menschen mit falschen Versprechungen reichlich Geld aus der Tasche gezogen wird!

Der 9. Bericht zur Umsetzung des Gender-Mainstreamings wurde auch noch vorgestellt. Diesmal lag er in neuer, tabellarischer Form vor und es wurden darin auch Entwickilungen verfolgt. Leider haben noch nicht alle Abteilungen ihre Berichte ordentlich zugeliefert, wobei die Abteilung Gesundheit und Soziales mit großem Lob hervorgehoben wurde. Nachfragen gab es kaum und auch der Punkt Verschiedenes fiel diesmal mangels Erwähnenswertem aus.

Beim Lisa e. V.

Diesmal traf sich der Ausschuss für Gender-Mainstreaming im Mädchen- und Frauenladen für interkulturelle Sozialarbeit LiSA am Spandauer Damm. Dieses vorbildliche Projekt, das auch während der Sommermonate das mädchenorientierte Freizeitgelände „Jackie“ am Jakob-Kaiser-Platz betreut, stellte sich und seine vorzügliche Arbeit dabei ausführlich vor. Das meiste davon kannte ich schon, nicht jedoch, dass „Jackie“ mit seiner Mädchenarbeit im öffentlichen Raum einzigartig in Deutschland da steht (z. B. in Österreich gibt es vergleichbares). Alle Achtung und zur Nachahmung empfohlen!
Was im Bezirk jetzt noch fehlt, ist eine ähnliche Anlaufstelle für Jungs.

Danach berichtete die Ausschussvorsitzende vom letzten UCW-Beirat und Frau Rabe gab mehrere Termine bekannt. Insbesondere am 8. März wird es schwierig, denn da reichte auch Zweiteilung nicht mehr aus, an verschiedenen Preisverleihungen, Demos, der Ausstellungseröffnung im Rathaus, dem Frauenpolitischen Kiezspaziergang und mehreren Aktionen unserer Bezirksfrauen teilzunehmen. Ein Internationaler Frauentag im Jahr ist eindeutig zu wenig – und sowieso sollte es am besten 365/366 Tage für alle Geschlechter geben.
Weil das aber noch lange nicht so ist, wird beispielsweise 2014 auch wieder ein Equal Pay Day – am 21.03. – stattfinden müssen und selbstverständlich habe ich mich gleich dafür eingetragen, mit anderen zusammen die Zeitungen der Gleichstellungsbeauftragten im Lande zu verteilen.

Mehreres auf einmal

Erst Ältestenrat, dann mehrere Ausschüsse auf einmal. Dass Gender-Mainstreaming und Sport eine gemeinsame Sitzung haben sollten, war klar – und sinnvoll; gerade, weil es ja den Runden Tisch Frauen im Sport nicht mehr gibt.

Gleichzeitig fand, glücklicherweise im selben Rathaus, der Ausschuss für Bürgerdienste etc. statt, auf dessen Tagesordnung gleich zu Beginn der Antrag DS 0658/4 (Unisex-Toiletten) stand. Sigi Schlosser war verhindert und so war ich quasi als Ersatz-Piratin (mit Stimmrecht) dort, um ein gutes Wort für diese, für viele Menschen nützliche Sache einzulegen. Nach dem Ausschuss für Gender-Mainstreaming hatte auch der Jugendhilfeausschuss bereits der ursprünglichen Fassung zugestimmt.
Ich hatte für heute mit diesem oder jenem Einwand oder Unverständnis für das Anliegen gerechnet und mich entsprechend vorbereitet, war dann aber doch ein wenig überrascht. Alle Anwesenden zeigten sich, nach eigener Aussage, mit den Themen Trans* und Inter* wohlvertraut.
Dafür hatte diesmal die CDU Bedenken, dass es hier doch zu größeren Kosten kommen könnte und störte sich an dem Wort „einrichten“ (von Unisextoiletten) im ersten Satz. Also erklärte ich, dass es sich nicht um größere Baumaßnahmen handeln soll, sondern an der Stelle nur eine Wortwiederholung vermieden wurde. So minimal gefällig dürfen Antragstexte doch schon klingen. Außerdem stünde in dem Antrag nicht detailliert, in welchen Gebäuden nun genau und im einzelnen solche Toiletten vorgesehen sein sollten und deren exakte Zahl. Immerhin wurde nicht noch nach dem Namen der Großmutter des Werktätigen, der die Schilder montieren würde, gefragt.
Eine Dame aus der Verwaltung trug die genaue Anzahl von WCs jeder Sorte in den beiden Rathäusern vor und fand, dass jeweils eine Unisex-Toilette schon machbar sein sollte. Eine? Bei rund 40 Klos? Das hielt ich nun doch für arg spärlich.
Die Grünen wiederum wollten dem Antrag nur zustimmen, wenn ausschließlich Männertoiletten umgewidmet werden sollten, wofür sich vor allem die beiden männlichen Verordneten stark machten. Ganz gerecht ist das ja nicht und es folgte noch eine Diskussion über die unterschiedlichen WC-Formen und deren Benutzung.
Am Ende der Debatte gab es schließlich ein einstimmiges Votum für den ursprünglichen Antrag mit der Änderung im Sinne der Grünen. Ebenfalls wurde die Dringlichkeit beschlossen, so dass der Antrag also in der BVV nächste Woche abgesegnet werden kann.

Um einiges später als vermutet konnte ich in den Minna-Cauer-Saal wechseln, wo gerade die Diskussion um die Förderung von Mädchen und Frauen im Fußball im Gange war. Nach dem, für mich und überhaupt, überaus peinlichen Rückzug von Tennis Borussia auf dem Gebiet gibt es im Bezirk nur noch zwei Vereine, bei denen Mädchen und Frauen spielen. Die Wortmeldungen waren eher eine Ansammlung von Anekdoten, teilweise von Ahnungslosigkeit geprägt und ansonsten vieles, das ich schon seit mindestens 15 Jahren bei vielen Gelegenheiten anhören muss. Es verdrießt mich, wieder und wieder die endlose Litanei der angeblichen Schwierigkeiten und der gegenseitigen Verantwortungszuweisungen über mich ergehen zu lassen und den Hinweis, dass sich ja doch schon viel bewegt hätte. Von wegen. Im Februar 2005 gab es in Charlottenburg-Wilmersdorf bereits vier Frauen- und neun Mädchenteams, dazu noch zahlreiche gemischte Teams in den jüngeren Altersgruppen. Wenn tatsächlich der Wunsch nach Verbesserung der Situation besteht, dann muss hier aktiv etwas getan werden, von den Vereinen, vom Bezirk und nicht zuletzt vom Berliner Fußball-Verband, der bereits im Vorjahr von Frau Ratzeburg aus dem Vorstand des DFB heftig kritisiert wurde. Ich wollte ja Frau Lehmann, die Referentin für Mädchenfußball beim BFV, nicht beleidigen – sie war schließlich zu Gast – und habe mich bei meinem Redebeitrag soweit beherrscht. Ein paar Worte musste ich aber doch in die Runde loswerden, denn mit netten, mehr oder weniger ernst gemeinten, Absichtserklärungen tut sich gar nichts und die Diskussion wird sich noch in 20 Jahren im selben Kreis drehen wie seit eh und je.
Eine merkenswerte Aussage möchte ich auf jeden Fall noch erwähnen: Herr Fenske, Vorsitzender des Sportausschusses und Präsident des BSV, kündigte an, dass es spätestens in einem Jahr in seinem Verein Fußball für Mädchen geben wird. 2005 spielten dort bereits B- und C-Mädchen und es ist höchst erfreulich, wenn hier eine Tradition wiederbelebt wird. Das musste ich jetzt unbedingt erwähnen, denn bekanntlich vergisst das Internet nichts 😉

Herr Leisegang vom BFV war leider nicht anwesend, so dass der Punkt „Gewalt im Sport“ vertagt werden musste.