Historisches zum Lietzensee u. a.

Einerseits ist Umweltausschuss, aber der Antrag zur fairen Beschaffung von Dienstkleidung steht wiederum zeitgleich auf der Tagesordnung des Haushaltsausschuss. Also lasse ich schon mal die ausgedruckten Beispiele für die unterschiedlichen Bietererklärungen zur Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen bei Frau Klose und sage Bescheid, dass ich zwei Räume weiter bin. Ich füge hinzu, dass ich ansonsten nicht extrem traurig wäre, käme es zu einer Vertagung. Holger oder sonstwer wird mich ja hoffentlich auch diesmal holen, wenn mein Antrag dran ist.

Im Umweltausschuss stellt Herr Dr. Land das Parkpflegewerk Lietzensee vor. Dieses gab es schon mal und es sollte sich darum kümmern, dass der Denkmalschutz im Park gewahrt bleibt. Das hat anscheinend nicht ganz geklappt und jetzt soll es ein neues Parkpflegewerk, wobei es sich anscheinend um eine Art Gutachten handelt, geben.
Wir sehen Bestandspläne, auf denen sogar einzelne – denkmalgeschützte! – Steine eingezeichnet sind. Es gibt auch einen Plan von 1923 mit sämtlichen damaligen Bäumen, wozu es auch eine „Gehölzliste“ gibt. Der aktuelle Baumplan wird damit verglichen, damit wenn Bäume nachgepflanzt werden, diese an den historischen Standorten hingestellt werden.
Herr Dr. Land berät sowohl das Grünflächenamt wie auch den Verein Bürger für den Lietzensee.
Manchmal gibt es auch Widersprüchliches zwischen Denkmal- und Naturschutz.
Wir sehen auch ein Bild einer abrutschenden Böschungsmauer, die saniert oder wieder aufgebaut werden müsste. Ein altes Treppchen an der Wundtstraße wird gerade von den Auszubildenden des Grünflächenamts hergerichtet. Die ursprünglichen Steine gibt es nur noch im Antiquitätenhandel (→ zu teuer), also wurden Stufen von einem anderen Gebäude geplündert. Anderes Material hätte das Denkmalamt nicht genehmigt. Wie sinnvoll ist das denn?
Historische Staudenrabatten werden von der Bürgerinitiative, nach Beratung durch Herrn Dr. Land, auf eigene Kosten gepflanzt und gepflegt. Andere Pflanzen und Randsteine auch.
Das Fischereiamt kümmert sich um den Fischbestand. Ansonsten erfahren wir, dass der Lietzensee ein Grundwassersee ist, aber mit dem Halensee und dem Grunewaldsee unterirdisch verbunden und er hat einen künstlichen Abfluss in die Spree. Ob dieser verstopft ist, wie der Anstieg des Wasserstands vermuten lässt, sollte der Senat überprüfen.

Dazu passend gibt es einen Antrag auf eine Einwohnerversammlung zum Parkpflegewerk Lietzensee, der schon im Ausschuss für Straßen- und Grünflächen angenommen wurde. Das geschieht auch hier einstimmig. Herr Dr. Land freut sich, möchte gerne bei der Veranstaltung seine Arbeit erklären und erhofft sich ansonsten Anregungen der Nachbarschaft.

Im nächsten Antrag „Hundeauslaufgebiete in Brandenburg schaffen“ geht es darum, dass Brandenburger Hunde nicht im Auslaufgebiet Grunewald umhertoben. In Brandenburg ist es generell verboten, Hunde frei laufen zu lassen. Anscheinend bringen folglich Brandenburger Hundesitterdienste ganze Meuten in Berliner Auslaufgebiete.
(Nebenbei erfahren: Herr Fenske läuft oder fährt mit dem Fahrrad seit 1961 um den Grunewaldsee.)
Ich bin ein bisschen entsetzt, dass sich Leute Hunde zulegen, um die sie sich nicht kümmern können oder wollen. Eigentlich könnte man auch Eintritt für die Auslaufgebiete nehmen, zumindest für kommerzielle Hundeausführende, oder?
Der Antrag wird einstimmig angenommen, ebenso die Dringlichkeit. Die Dringlichkeit wird auch noch dem vorherigen Antrag zugestanden.

Nun geht es um die Mülleimer am Teufelssee. Die Verwaltung schätzt aus ihrer Erfahrung ein, dass größere und mehr Müllbehälter zusätzlichen Abfall anziehen. Angesichts der zunehmenden Einwohnerzahl wäre ein zusätzlicher Eimer eigentlich angemessen, meint Linda. Stimmt.
Auch dieser Antrag wird einstimmig angenommen und für dringlich erklärt.

Jetzt: „Spielplätze in privaten Bauvorhaben“ Den Antrag hatten wir schon öfter in der Spielplatzkommission. Herr zu Lynar beschreibt, was die beteiligten Ämter zur Praxis besprochen haben und dass sich die verschiedenen Verwaltungen besser vernetzen wollen. Der Antrag wird von der SPD selbst verschoben.

Aus den Mitteilungen und Fragen:
– Vom Klimaschutzmanagement Klausenerplatz:
* Das Repair-Café am Klausenerplatz wird gut angenommen.
* In der Seelingstraße gibt es jetzt eine Bücherbox.
* In der Nehringschule ist eine Projektwoche zum Klimaschutz geplant. Ein sogenanntes Stadtspiel soll ebenfalls eröffnet werden.
* Am 23.03., 16:30 Uhr findet im Rathaus eine erweiterte Steuerungsrunde des Klimaschutzmanagements mit allen Akteuren, den Fraktionen usw. statt.
– Ein Flyer zum Berliner Schallschutzfensterprogramms wird verteilt.
+ Was aus der Telefonzelle am Fehrbelliner Platz wird, weiß niemand. Ursprünglich sollte da auch eine Bücherbox hinein.

Ansonsten werden noch allseits Frohe Weihnachten etc. gewünscht.

Der andere Sitzungssaal ist bereits verschlossen und was jetzt aus meinem Antrag geworden ist, weiß ich nicht. Sehr ärgerlich.

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Veröffentlicht am 9. Dezember 2014 in Ausschüsse und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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