Ein Gender-Check sorgt für Aufregung

Diesmal fand der Gender-Ausschuss wieder mit unserem Bürgermeister statt, von dem wir erfuhren, dass er letzte Nacht erstmalig wieder durchgeschlafen hatte – er ist erkältet. Seinetwegen wurden die Berichte und Fragen vorgezogen.
* Die Bewerbungen für die Stelle der Gleichstellugsbeauftragten werden zurzeit gesichtet. Eine Kommission (Herr Naumann, Frau König, Frau Jantzen) wird entscheiden. Ob das dieses Jahr geschehen wird, weiß Herr Naumann noch nicht.
* Der Preis „Frauen und Mädchen im Sport“ wird am 19.12.2014 verliehen. Weitere Bewerbungen/Nominierungen von Vereinen/Teams sind wilkommen.
* Die Broschüre „Charlotte & Wilma“ (4. Band) ist erschienen und wurde verteilt.

Danach stellte Frau Wiedmann die Ergebisse des Gender-Checks in Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit vor. Die Ausschussmitglieder bekamen die Folien, welche eine Zusammenfassung des letzte Woche verschickten Textes darstellten, auf Papier ausgedruckt. Diverse Verordnete, die teilweise die Gesamtdarstellung nicht gelesen und beim Vortrag nicht richtig zugehört hatten, stellten allerlei mieselsüchtige Zwischenfragen nach Dingen, die den Rahmen der Studie gesprengt hätten – oder danach, auf „welcher Seite des Hand-outs wir sind“. Der Unterschied zwischen einer Umfrage und einer wissenschaftliche Arbeit scheint vielen nicht bekannt.
Als Schlussfolgerungen ergaben sich, dass die meisten Teams in den Einrichtungen inzwischen doch recht sensibel sind, was Geschlechtergerechtigkeit betrifft. Dass Mädchen anscheinend weniger Räume beanspruchen als Jungen. Dass Mädchenarbeit inzwischen doch meistens recht gut verankert ist, bei der kritischen Jungenarbeit bestehen dagegen eher Defizite. Ach ja, und dass es insbesondere an Personal fehlt.

Frau Schütt, die für Mädchenarbeit im Bezirk zuständig ist, ergänzte noch ein wenig aus der Praxis. Es gibt übrigens ein Qualitätshandbuch Mädchenarbeit (oder so ähnlich). Auch hier gab es wenig freundliche und teilweise recht ignorante Zwischenfragen, so dass es zwischendurch ziemlich laut (und peinlich) wurde und sich unsere freundliche Ausschussvorsitzende genötigt sah, sich bei den Gästen zu entschuldigen, was eine weitere Kontroverse hervorrief.

Eine vergleichsweise unangenehme Ausschusssitzung, obwohl das Thema doch eigentlich recht harmlos war.

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Veröffentlicht am 15. Oktober 2014 in Ausschüsse und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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