Bildungsprogramm Umweltausschuss

Gefühlte 45° stand in einer Zeitung. Das ist besser als gefühlte 10° C, die Denk- und Konzentrationsfähigkeit erhöhen solche Temoeraturen nicht unbedingt.

Herr Riestenpatt von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz stellt das Waldumbauprogramm mit heimischen Hölzern ohne Traubenkirsche vor. Letztere wurde nach dem Krieg großflächig gepflanzt, weil ein großer Teil des Grunewalds vernichtet war und schnell wieder irgendwas dort wachsen sollte. Dass das keine so gute Idee war, weil die Pflanze alles mögliche Andere verdrängt, wusste damals niemand.
Ca. 170 ha Grunewald sollen bis Ende 2015 ordentlichen Mischwald erhalten. Im Moment gibt es da teilweise „vergraste Monokultur“ (meistens nur Kiefern, weil diese billig war, und ein bisschen Gras) oder reichlich Traubenkirsche (auf dem Bild: Kiefern mit Gebüsch drunter). Zu viele Kiefern und Traubenkirschen werden erst einmal „mit Bagger und oder Pferd“ (steht so auf der Folie) gerodet. Die jeweiligen Gebiete werden dann, ungefähr 10 Jahre lang, eingezäunt, damit Neugepflanztes erst einmal geschützt wird. Alle vier Wochen werden die Zäune auf Schäden, beispielsweise durch Wildschweine, kontrolliert. Ansonsten werden mit Pferden Streifen ins Gras gepflügt, was irgendwie sinnvol für Neuanpflanzungen sein soll. Herr Riestenpott erklärt, wie Eichen gepflanzt werden und verwendet dabei etliche Wörter, die ich noch nie gehört habe.
Und noch was Neues: Es gibt ein Forstvermehrungsgesetz, was wohl bestimmt, was in Wäldern gepflanzt werden darf.
Auf der letzten Folie wird gezeigt, dass bei gleichbleibendem Fortschritt die Umsetzung des Mischwaldprogramms in Berlin 105 Jahre dauern wird. Da haben wir ja was vor …..
Unser Ausschuss wird zur Julisitzung vom Abgeordnetenhaus-Umweltausschuss zu einem Ausflug zum Grunewaldturm eingeladen.

Das Kinder- und Jugendparlaments (KJP) hat folgenden Antrag zur Einreichung beschlossen: „Das Bezirksamt wird ersucht, im Hof der Jugendfreizeiteinrichtung „Schloss 19″ Bäume zu fällen bzw. auszulichten, um ihn für entsprechende Aktivitäten der Besucherinnen und Besucher besser nutzen zu können.“. Schade, dass niemand der jungen Menschen da ist.
Das Grünflächenamt stört sich ein wenig an der Begründung, die sie nicht für ausreichend hält und verweist auf die Baumschutzverordnung. Fotos wären für alle hier hilfreich gewesen. Ansonsten kann der Ausschuss das nicht entscheiden. Der formal korrekte Weg wäre ein Gesuch ans Grünflächenamt durch die Grundstückseigentümer. Der Ausschuss vertagt den Antrag und das KJP wird – mein Vorschlag – extra informiert, wo hier die Probleme liegen und dass bitte beim nächsten Mal unbedingt ein Vertreter oder eine Vertreterin kommen soll.

Herr Graf zu Lynar berichtet, wie viel Kork, CDs usw. in den Containern in den Rathäusern gesammelt wurden -> nicht sehr viel.

Der Halensee, der seit 2002 kein Badegewässer mehr ist, könnte 2016 möglichwerweise wieder zum Schwimmen genutzt werden.

Das Faire Frühstück auf dem Kläre-Bloch-Platz wird als gelungen eingeschätzt. Als Beteiligte freut mich das natürlich.

Es gibt ein Projekt zur Baumscheibenbepflanzung.

Es gibt im Bezirk (Jungfernheide) ein Landesleistungszentrum Rudersport, das inzwischen mehr Platz braucht. Die Verwaltung prüft, ob eine Erweiterung aus Artenschutz- und anderen Gründen möglich ist.

Nächste Sitzung, 8. Juli: Ausflug an den Grunewaldturm (s. o.): von mir aus gerne, ich war dort noch nie. Alle sind einverstanden.

Es gibt erheblich mehr Ausschussmitglieder, die Präsentationen und anderes Papier lieber in digitaler Form bekommen. Frau Wieland klärt mit dem BVV-Büro, wie sich das am besten regeln lässt.

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Veröffentlicht am 10. Juni 2014, in Ausschüsse. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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