Neu: Straßen- und Grünflächen

Ab sofort gibt es keinen Ausschuss für Tiefbau und Grünflächen mehr. Genau genommen gibt es den Ausschuss schon noch; er heißt nur anders. Tiefbau kam da so gut wie nie vor und folglich trägt er nun den treffenderen Namen: Ausschuss für Straßen- und Grünflächen.

Vor ungefähr einem Jahr hatte die CDU beantragt, dass der ehemalige Brunnen aus dem Hof des Rathauses Wilmersdorf auf dem Meyerinckplatz aufgestellt werden soll. Das wurde auch so beschlossen und nun stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre, den Platz ein wenig passend umzugestalten und vor allem wer das denn bezahlen soll. Gefragt wären hier die Anwohnenden.

Auch die Informationskampagne für Bauherren und -firmen zum Baumschutz wurde angenommen.

Etwas mehr Diskussion gab es bei der Frage, welche Art von Zaun um die Gartenanlage am Savignyplatz gleichzeitig denkmalgerecht als auch als Schutz gegen Hunde geeignet wäre. Weil das nicht geklärt werden konnte, bleibt erst einmal alles wie es ist und der Antrag wurde vertagt.

Die Umfrage unter den Fraktionen, ob die Joachimstaler Straße ein „h“ bekommen sollte – wie es sich der Bürgermeister von Joachimsthal gewünscht hatte – ergab allgemeine Zustimmung. Beinahe übersah Herr Dr. Heise dabei die Piratenfraktion und mich fragte er gleich gar nicht. Das war jetzt aber nicht weiter tragisch, weil ich sowieso auch nichts dagegen gehabt und höchstens vorgeschlagen hätte, dass doch Joachimsthal die Kosten für eventuelle Zusatzschilder übernehmen könne.

Zum Parkwächterhäuschen im Lietzenseepark findet eine Ausschreibung statt, für deren genauen Text eine Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen oder Vertretern jeder Fraktion gebildet wird. Auch an der Stelle habe ich nicht darauf bestanden, dass alle Parteien und nicht nur die Fraktionen einbezogen werden – noch einen Termin schaffe ich nicht und am Ende geht es auch gar nicht darum ein linkes, piratisches, grünes, SPD- oder CDU-Gebäude zu bekommen, sondern ein brauchbares oder nicht.

Mitteilungen (und dazu gehöriges Papier) gab es wie immer reichlich, u. a.:
* Der Kiosk Rankestraße soll eine Anlauf- und Informationsstelle für Touristen werden.
* Für die Feinmüllbeseitigung – hier handelt es sich, wie ich mir sagen ließ, um Zigarettenkippen, Glasscherben, Spritzennadeln etc. – auf einzelnen Spielplätzen wurden vorübergehend 12 Teilnehmende vom Senat genehmigt.
* Bisherige Anfragen bei der UdK zur Mitgestaltung der Hochbeete auf dem Kudamm stießen nicht auf die gewünschte Begeisterung. Demnächst soll dazu auch ein Anrainertreffen stattfinden.
* Heiterkeit verursachte die Idee eines Künstlers für eine schallisolierte, durchsichtige Kammer auf dem Ernst-Reuter-Platz und dabei insbesondere die Vorstellung, der Bezirk könnte die Kosten übernehmen.
* Die Anwohnerschaft der Lentzallee hatte sich beschwert, dass ihr Gehsteig nicht, wie gewünscht, hergerichtet wird. Angesichts dringenderer Fälle wird dies allerdings auf absehbare Zeit nicht geschehen.
* Das WC im Lietzenseepark soll auch 2014 wieder geöffnet werden, wenn der Bezirk zustimmt, dass die Firma Wall die Rückseiten von zwei Haltestellen auf dem Ernst-Reuter-Platz zwei mal zwei Wochen lang mit Reklame bekleben darf. Warum nicht?
* Die Planung zur Beleuchtung der Bahnbrücken Kantstraße und Hardenbergstraße läuft.
* Die Deutsche Bahn hat an der Ecke Wilmersdorfer Straße / Lewishamstraße ihr Gelände gerodet, wodurch es dort nun übersichtlicher sein soll.
* Und wie fast immer gab es auch die, diesmal recht kurze, Baumfällliste.

Bei den Fragen an die Verwaltung ging es um verschiedene Kioske, einen eingezäunten Spielplatz, einen Uferradweg und überfällige Schlaglochreparaturen. Ferner fragte Herr Tillinger (z Zt. SPD), ob denn die neuen Fahrradständer an der Ecke Joachim-Friedrich-Straße / Westfälische Straße überhaupt gebraucht würden, was sämtliche Radfahrenden unter den Anwesenden eindeutig bejahten.
Herr Fenske beschwerte sich über die neue Werbekampagne von Opel, von der er allerdings nur das erste Plakat („Wer schwul ist kann nicht Fußball spielen ….“) kannte. Ich finde es gut, dass er auf mögliches Missverstehen hinwies, allerdings ist diese Kampagne „Umparken im Kopf“, die mit gängigen Klischees spielt, außergewöhnlich gut gelungen. Umgekehrt erklärten Herr Fenske und einer seiner CDU-Kollegen mir, warum auf den Werbeplakaten für das ISTAF nur Männer zu sehen sind. Die Begründung, dass es in Berlin keine weiblichen „Zugpferde“ für Leichtathletikveranstaltungen gäbe, leuchtete mir jetzt nicht so ein. Wie sollen Sportlerinnen ermuntert werden, wenn sie für die Öffentlichkeit, wie schon im Vorjahr auf den Plakaten „Sportstadt Berlin“, einfach unsichtbar bleiben?

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Veröffentlicht am 5. März 2014 in Ausschüsse und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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