Preußenpark und Flüchtlingsunterkünfte

Heute also wieder Doppelveranstaltung: Ältestenrat und Integrationsausschuss. In ersterem ging es fast ausschließlich um die morgige BVV und Holger Pabst hat dankenswerterweise wieder eine übersichtliche Aufstellung der Tagesordnung erstellt.

Im Integrationsausschuss nahmen die beiden Anträge, die auf der Tagesordnung standen den größten Raum ein. Die CDU wünschte sich die Wiederbelebung des Runden Tisches Preußenpark (DS 0634/4). Diesen muss es anscheinend vor meiner Zeit in der BVV gegeben haben. Anwohnerinnen und Anwohner, insbesondere ältere Menschen fühlen sich wohl durch den gelegentlichen Drogenhandel und die „thailändische Hobbykochszene“, welche inzwischen auch in Stadtführern Erwähnung findet, verunsichert und möchten den Park gefahrfrei (so steht es wörtlich in der Begründung zum Antrag) nutzen. Die anwesende Polizei sah die Sache wesentlich gelassener und auch entspannter als teilweise das Ordnungsamt. Was wohl tatsächlich Ärgernis verursacht, ist das Müllaufkommen, für das nicht genügend Abfallbehälter zur Verfügung stehen. Nach längerer Beratung wurde vorgeschlagen, im Frühjahr eine Ausschusssitzung unter Beteiligung von Anwohnenden, Parkbesuchenden, thailändischen Mönchen aus Gatow, der Botschaft von Thailand, dem Ordnungsamt, der Polizei und der Seniorenvertretung am Ort stattfinden zu lassen. Weilo das den meisten am sinnvollsten erschien, bleibt der Antrag so lange vertagt.

Die Grünen hatten beantragt, dass sich das Bezirksamt beim Senat dafür einsetzen möge, dass Ehrenamtskoordination als Standard bei der Einrichtung neuer Flüchtlingsunterkünfte finanziert werden soll (DS 0742/4). Es ist notwendig, dass die Koordination der vielen und verschiedenen Hilfsangebote professionell durchgeführt wird, wobei ich es am liebsten sähe, dass hier die Betreiberfirmen die Bezahlung übernehmen sollten. Ehrenamtliche leisten schließlich Vieles, das im Grunde von den Heimen gemacht werden müsste und sorgen für ein angenehmeres Miteinander, das auch im Sinne und zum Nutzen der Träger stattfindet. Der Antrag wurde mit einer winzigen Änderung im Text angenommen.

Dazu passend stand auch die Zukunft des Wohnheims Rognitzstraße auf der Tagesordnung. Der Vertrag läuft zum Jahresende aus und das ehemalige Sporthotel auf dem Kaiserdamm soll als Ersatz dienen. Das Bezirksamt hätte das Heim gerne behalten, gerade angesichts der knappen Wohnplätze, ist hier aber praktisch machtlos. Warum das Heim in der Rognitzstraße tatsächlich aufgegeben wird, ist nicht wirklich bekannt und vor Monaten hatte Herr Engelmann im Ausschuss erzählt, dass die Schließung eine Zusage an BMW gewesen sein soll. Um Genaueres zu erfahren, hat die Fraktion der Grünen wohl im Abgeordnetenhaus eine Anfrage gestellt. Weiterhin wird sich Frau Rouhani freundlich bei BMW nach dem Sachstand erkundigen. Es kann doch auch nicht sein, dass im Bezirk niemand so genau weiß, was sich vor unseren Augen abspielt und warum.

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Veröffentlicht am 23. Oktober 2013 in andere Sitzungen, Ausschüsse und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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