Charlottenburg-Wilmersdorf oder Ciudad Bolívar?

Aus der Untersuchung zur Nutzung von öffentlichen Spielplätzen durch Kitas und Tagespflegestellen ergab sich schon mal die erfreuliche Tatsache, dass die meisten (185 von 220) den Fragebogen beantworteten. 166 von ihnen gehen auch regelmäßig auf einen nahegelegenen Spielplatz. 53 davon sind mit dessen Zustand auch zufrieden.
Bei der Gelegenheit wurde auch gefragt, wie viele Kitas eine „Patenschaft“ für ihren Spielplatz übernehmen würden. Hier geht es darum, die Bänke zu säubern, Müll zu beseitigen, Mängel zu melden und auch den Sand oder Mulch auszutauschen. Hier haben sich 24 Kitas bereit erklärt. Für notwendiges Material und Gerätschaften sollen sie Ehrenamtsmittel beantragen. Weil das nicht ganz reicht, werden noch einmal alle Kitas zu diesem Thema angeschrieben.

Wieder wurde überlegt, wie Geld für unsere Spielplätze aufgetrieben werden könnte. Sich an der sogenannten Fanta-Initiative zu beteiligen, wurde dabei verworfen, da die Beteiligung daran an den Kauf von Getränken gebunden ist. Zum Glück! Ganz begeistert schienen Frau Pinkvoss-Müller (SPD) und Herr Sell (CDU) von der Idee, die Mitglieder der Spielplatzkommission könnten, gegebenenfalls mit einer Spendenbüchse, die Geschäftsleute in der Umgebung von Spielplätzen und sonstwen aufsuchen und sammeln. Das ist sicher lieb gemeint, aber wo kommen wir da langsam hin? Eltern sollen mit ihren Kindern nach Feierabend Spielplätze instand halten und die Kommission betteln gehen? Ich weiß ja nicht, ob es in einem der „barrios“ in Bogotà überhaupt Spielplätze gibt. Wenn doch, dann aber mit großer Wahrscheinlichkeit unter den Bedingungen, die nach und nach in unserem Bezirk anscheinend zur Normalität werden sollen. Es ist einfach depremierend.

Gleichzeitig stellt der Senat 12.700 Euro pro Bezirk für eine Analyse von 25 Spielplätzen nach Gendergesichtspunkten zur Verfügung. Das wäre ein überaus lobenswertes Unterfangen, wenn sich aus den Ergebnissen, mit denen gegen Ende des Jahres zu rechnen ist, weitere Maßnahmen ergäben. Das scheint aber nicht vorgesehen zu sein.

Es ging dann noch um die Mitsprache des Kinder- und Jugendparlaments bei der Gestaltung von Spielplätzen und ob diese vor oder nach Erstellung der Bauplanungsunterlagen sinnvoller wäre.

Am Rande einer der Diskussionen wurde übrigens erwähnt, dass die private Waldorfschule den Spielplatz in der Landhausstraße praktisch als Pausenhof nutzt, wodurch die Kinder aus umliegenden Kitas dann keinen Platz darauf haben. Das kann ja nun auch nicht so bleiben. Waldorfschulen sind ansonsten noch ein ganz anderes, spezielles Thema …..

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Veröffentlicht am 11. März 2013 in andere Sitzungen und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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