In Charlottenburg-Nord

Charlottenburg-Nord mit seinen Teilen (in der Statistik auch Planräume genannt) Jungfernheide, Plötzensee und Paul-Hertz-Siedlung unterscheidet sich doch ziemlich vom Rest des Bezirks. Oft fällt das Wort „sozialer Brennpunkt“, das ich aber nicht mag, denn es ruft alle möglichen unerfreulichen Vorurteile auf und wird den Menschen, die dort leben keineswegs gerecht.

In der Helmuth-James-von-Moltke-Schule, in der sich der Integrationsausschuss traf, gab es auch niemanden, der ansatzweise in solche Klischees passte. Von der Schulleiterin, der Leiterin der Schulstation, Vertretern von Jugendclub und Elternprojekt und anderen sehr engagierten Personen erfuhr man von bestehenden Schwierigkeiten, aber noch viel mehr von Bemühungen und Erfolgen, die ihre beständige Arbeit im Stadtteil, zusammen mit dessen Bewohner_innen, kennzeichnete. Viele gute Ideen wurden vorgestellt und auch Wünsche, insbesondere an die BVV und den Bezirksbürgermeister gerichtet, geäußert. Dabei ging es vor allem darum, auch die nötigen Mittel für all die vorhandenen Initiativen und Projekte zu erhalten und nicht noch mehr Sparzwängen zum Opfer zu fallen. So gibt es zum Beispiel keine Stadtteilmütter mehr in Charlottenburg-Nord, mit deren Einsatz auch da sehr gute Erfahrungen gemacht wurden. Zu Recht wurde darauf hingewiesen, dass manche aktuelle Ersparnis, gerade bei Kindern und Jugendlichen, zu sehr hohen Folgekosten führen kann. Meine Rede – und diese Erkenntnis, die ja auch ganz leicht nachzurechnen ist, sollte sich doch nun wirklich langsam herumsprechen.

Eine seltsame Sache war in dem Zusammenhang, dass es seit diesem Monat eine Stadtteilkoordination für ein Jahr geben solle. Dies ist eine verkleinerte Version von Stadtteilmanagement, was wiederum eine kleinere Variante des Quartiersmanagements darstellt. Dieses wurde vom Stadtplanungs- und vom Jugendamt nach einer Ausschreibung an einen freien Träger aus Tiergarten vergeben, wobei die in der Gegend bereits Aktiven überhaupt nicht einbezogen worden sind, was doch ein wenig Befremden hervorrief. Die Bezirksverordneten baten jedenfalls um einen Tätigkeitsbericht dieser Stadtteilkoordination zu einem baldigen Zeitpunkt.

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Veröffentlicht am 27. Februar 2013 in Ausschüsse und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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