Laternen und Grünflächen

Gestern war endlich der Tag, an dem ich eine meiner beiden zeitaufwändigsten Verpflichtungen abgeben konnte. Angesichts der jüngsten Ereignisse hatte ich mich doch gegen den Vorstands-Co-Vorsitz entschieden, schweren Herzens zwar, aber umgekehrt wäre es mir auch nicht leicht gefallen.

Vor der Vorstandsneuwahl stand aber noch der Ausschuss für Tiefbau usw. Eigentlich zog er sich mehr und bis zur Feststellung der Tagesordnung verging fast eine Viertelstunde. Schuld daran hatte auch die Vertreterin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz (SenStadtUm), die nicht da war, weshalb die Tagesordnungspunkte, die sich mit der Umrüstung vorhandener Gaslaternen auf LED-Beleuchtung, schließlich vertagt wurden. Aus Kostengründen – Gas und die Wartung sind teurer – sollen alle Laternen, außer ein paar unter Denkmalschutz stehende, umgestellt werden. Das ist bei vielen Anwohnern umstritten, weil Gaslicht als angenehmer empfunden wird, wie ich mir in den Tagen davor habe sagen lassen. Ganz ehrlich: ich habe da nie darauf geachtet und es nur begrüßt, wenn überhaupt Licht da war, weil in meiner Straße oft einzelne Laternen dunkel blieben.
Die Umrüstung der Lampen beginnt zurzeit in Steglitz-Zehlendorf und ist eine vom Senat beschlossene Sache. Die einzige Möglichkeit, möglichst viele Gaslaternen zu retten, besteht darin, sie unter Denkmalschutz zu stellen und die Zeit drängt für unseren Bezirk.

Andere Laternen werden dagegen ganz abgebaut und zwar im Ruhwaldpark. Nach Sturmschäden vor längerer Zeit sind sie ohnehin defekt und werden anscheinend von den Anwohnenden nicht vermisst. Eine Reparatur würde eine stattliche Summe kosten.

Recht ausufernd wurde ein Antrag, in dem es nur darum ging, dass die Planer_innen aufgefordert werden sollen, bei den Grünanlagen auf dem Olivaer Platz auch auf die Folgekosten zu achten, behandelt. Unglaublich, wie lange sich Menschen an kleinsten Formulierungen, die sachlich kaum etwas ändern, aufhalten können.

Noch länger ging es um die Frage, ob Ehrenamtliche bei der Begutachtung zu fällender Bäume einbezogen werden sollen. Wenn es der Partizipation der Bevölkerung dient und nichts kostet, ja warum denn nicht? Ein paar Prinzipienreiter der CDU fanden es keine gute Idee, weil sie sich wohl an einer der vorgeschlagenen Organisationen störten und die Diskussion dauerte gefühlte Stunden.

Noch standen diverse Punkte auf der Tagesordnung, aber es war schon 3/4 7 Uhr und ich musste spätestens um 19:15 Uhr im Rathaus Charlottenburg bei der Mitgliederversammlung sein. Also entschuldigte ich mich beim Vorsitzenden und beeilte mich, wegzukommen.

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Veröffentlicht am 7. Juni 2012 in Ausschüsse und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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