Sportler_innen-Ehrung

Als Bezirksverordnete bekommt man auch eine Menge Einladungen zu offiziellen Anlässen vieler Art. Die „Meisterehrung des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf“ vom Bezirkssportbund war eine angenehme.

Wenn man es denn endlich geschafft hatte, die Gretel-Bergmann-Sporthalle zu finden, wo die Veranstaltung stattfinden sollte. Auch der Kollege von den Piraten hatte da so seine Schwierigkeiten und unsere zuständige Stadträtin wählte gleich die sichere Methode: ein Taxi. Als ich endlich am Ort angekommen war, bemerkten die beiden empfangenden Herren jedenfalls nur und leicht grinsend „Aha, Charlottenburgerin.“, ohne dass ich mich geoutet hatte. In den letzten Jahrzehnten wurde in dieser Stadt viel über Zusammenwachsen gesagt und geschrieben; Ost und West wurde dabei eindeutig überbewertet ….

Jedenfalls kam ich noch rechtzeitig, um die Urkundenverleihung an zahlreiche junge Menschen aus dem Bezirk für ihre sportlichen Leistungen mitzuerleben. Dass darunter Jungs von Tennis Borussia waren, ließ natürlich mein lila-weißes Herz höher schlagen. Nett waren auch Vorführungen junger Rugby-Spieler_innen des Berliner Rugby Clubs (ich habe mich gleich erkundigt, wo eventuell mein Enkel hingehen könnte und mich über die alte Problematik Schule – Sportverein und die generellen Schwierigkeiten von nicht ganz so populären Sportarten unterhalten) und eine kleine Tae-Kwon-Do Show.

Danach gab es ein Buffet, was ehrenamtliche Politiker_innen, denen oft die Zeit zum Kochen fehlt, immer sehr schätzen. Schade dass diesmal das Bezirksamt keine Mittel für die Ausrichtung der Feier zur Verfügung gestellt hat bzw. infolge der Haushaltssperre nicht stellen konnte. Das müsste sich im kommenden Jahr ändern.

Woran ich bei Gelegenheiten wie diesen, aber auch bei Musikvorführungen immer denken muss und was mich ein wenig betrübt, ist die Tatsache, dass die Teilnahme an diesen sogenannten Freizeitaktivitäten sehr oft von der finanziellen bzw. beruflichen Situation der Eltern abhängt.
Die entwicklungsfördernde Wirkung, von Sport und Musik ist doch inzwischen mehrfach wissenschaftlich bewiesen worden und sie sollte allen Menschen, insbesondere Kindern, zugute kommen. Die Vereine und der Musikunterricht gehören in die Schulen, wo die jungen Menschen sind und die Teilnahme an den Angeboten muss kostenfrei angeboten werden. Davon würden alle Beteiligten profitieren und wer weiß, wie viele zusätzliche Talente dabei entdeckt und gefördert werden können. Auf jeden Fall würde in der Folge viel Geld für Therapien verschiedener Art, Suchtprävention und, nicht zuletzt, Kriminalitätsbekämpfung gespart – und es gäbe einige glückliche Menschen mehr.

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Veröffentlicht am 10. Dezember 2011 in Veranstaltungen und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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